Die Saison kann kommen

Wer spielt da in der kommenden Saison der BARMER 2. Basketball Bundesliga für die Eagles? Was gibt es sonst Neues im Verein? Das Interesse war groß – beim Vereinsabend war die Mensa der Kaiser-Karl-Schule gut gefüllt.

Vor dem Essen gab es Informationen. Eagles-Schatzmeister Stefan Flocken, gleichzeitig Teammanager der ProB-Mannschaft, lieferte einen Überblick über die Entwicklungen im Verein. Fazit: Es läuft sehr gut mit inzwischen mehr als 300 Mitgliedern. Ausdrücklich dankte er den Eltern dafür, dass sie dem Verein ihre Kinder anvertrauen. Natürlich sprach Flocken auch die aktuelle Sperrung der Lehmwohldhalle an: Für das erste Saison-Heimspiel am 29. September sei man guter Dinge, dort wieder spielen zu können. Die Saisoneröffnung für die Fans muss am Freitag, 14. September, allerdings in Wilster stattfinden. Um 19.30 Uhr beginnt dort in der Halle der Gemeinschaftsschule das Spiel gegen die Rostock Seawolves.

Danach war Headcoach Pat Elzie an der Reihe. Er dankte den vielen Ehrenamtlern im Verein, ohne die es nicht gehe, und stellte die Mannschaft für die neue Saison vor. Das erledigte er in gewohnt launiger Form – obwohl, welcher Spieler nun wirklich der bestaussehende ist, können die Zuschauer dann vielleicht doch lieber selbst entscheiden...

 

 

Premiere als Bufdi

„Eigentlich hatte ich gar kein Interesse am FSJ.“ Ein Freiwilliges Soziales Jahr ist es für Leon Hutter auch nicht geworden. Dafür darf er von sich behaupten, bei den Itzehoe Eagles ein Vorreiter zu sein: Der 19-Jährige aus Itzehoe ist der Erste, der im Verein einen Bundesfreiwilligendienst (Bufdi) absolviert.

Nach dem Abitur am Sophie-Scholl-Gymnasium wollte Leon Hutter ursprünglich ein Jahr pausieren und jobben. Und natürlich Basketball spielen in der 2. und auch der 1. Herrenmannschaft – so weit hat er es gebracht, seit er 2009 zu dem Sport kam. Doch als Bufdi könne er sich die Zeit noch freier einteilen und sich weiterentwickeln. Neue Erfahrungen wolle er sammeln und als Unterstützer im Bereich der Schul-AGs und Jugendteams auch lernen, mit Kindern noch besser umzugehen, sagt Leon Hutter. Zudem ist organisatorische Hilfe immer und überall im Verein willkommen, das kennt er schon: „Es ist auch ein Feuerwehrmann-Job.“

Willkommen im FSJ!

„Ich möchte möglichst viele Erfahrungen mitnehmen in den verschiedensten Bereichen.“ Da ist Joshua Adomat bei den Itzehoe Eagles genau richtig. Der 18-Jährige aus Hohenaspe, der jetzt in einer Eagles-Wohnung in Itzehoe wohnt, ist der Neue im Freiwilligen Sozialen Jahr und damit Nachfolger von Steffen Lüttge, der als Erster ein FSJ im jungen Basketballverein absolviert hat.

Joshua Adomat hat an der Auguste-Viktoria-Schule Abitur gemacht. Seine Pläne für die Zukunft sind noch nicht sicher, Favorit ist derzeit ein Studium für das Grundschullehramt. Dementsprechend wollte er sich nach dem Abitur orientieren: „Ich wollte auf jeden Fall etwas mit Kindern machen. Ich hoffe, jetzt im FSJ Einiges bei der Arbeit mit Kindern zu lernen und zu sehen, was für mich passt.“

Bei den Eagles bekommt er dazu reichlich Gelegenheit: Adomat wird unterstützen bei den Schul-AGs und im Jugendtraining, aber auch in vielen organisatorischen Bereichen. „An Aufgaben herrscht bei uns wirklich kein Mangel“, sagt die 2. Vorsitzende Martina Iversen. „Da ist Steffen Lüttge auch schon eine sehr große Hilfe gewesen und hat gleichzeitig in alle Bereiche reinschnuppern können.“ Hinzu kommen eine Reihe von Seminartagen, bei denen die FSJler sich weiterbilden.

Joshua Adomat ist seit 2016 Vereinsmitglied, spielte erst in der U18, jetzt gehört er zur 2. Herrenmannschaft und zum Team der Eagles Basketball Academy in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga. Die Arbeit im FSJ geht vor, doch seine sportlichen Einsätze würden möglichst berücksichtigt, sagt die 2. Vorsitzende. Engagement im Verein ist für den 18-Jährigen nicht neu: Von Beginn an habe er geholfen, so ist er zum Beispiel zuständig für das Scouting bei den Zweitliga-Spielen. Es habe ihm gefallen, weil er immer gut aufgenommen worden sei, sagt Adomat. Deshalb stand für ihn beim Thema FSJ fest: „Hier oder gar nicht!“

 

 

Weltrekord!

Itzehoe ist erneut "officially amazing" - und wieder waren die Itzehoe Eagles beteiligt. Erik Nyberg und seine Teamkameraden rannten im Stadion Runde um Runde. In acht Stunden musste das Zwölferteam 90 Kilometer schaffen und dabei Seifenkiste "Helga" vor sich herschieben bei der Aktion der Novitas BKK. Die Läufer wechselten sich regelmäßig und legten ein sehr strammes Tempo vor, sodass sie von Beginn an auf Rekordkurs waren. Am Ende waren es mehr als 110 Kilometer - geschafft!

Politiker-Lob für die Eagles

Fußball und Handball sind die Nummer eins. „Aber das Sportland Schleswig-Holstein hat noch viel mehr zu bieten“, sagt Jörg Hansen. Deshalb war der sportpolitische Sprecher der FDP im Landtag zu Gast bei den Itzehoe Eagles. Er zeigte sich beeindruckt von dem Verein, dessen erste Herrenmannschaft in der BARMER 2. Basketball Bundesliga spielt: „Die Eagles sind ein Aushängeschild für Itzehoe und die gesamte Region“, stellte Hansen fest.

Der Vorstand um den 1. Vorsitzenden Volker Hambrock erläuterte dem Abgeordneten die Arbeit in dem Verein, der sich vor drei Jahren durch das Lösen vom Sport-Club Itzehoe selbstständig gemacht hatte. Seither wurde die Mitgliederzahl von 90 auf mehr als 300 ausgebaut – das sei vor allem ein Verdienst der intensiven Jugendarbeit, so Hambrock. Spieler aus dem Zweitliga-Team betreuen Arbeitsgemeinschaften in Grundschulen in Itzehoe und Umgebung, es gibt Aktionstage in den Schulen und mehrtägige Basketballcamps für Teilnehmer von 8 bis 17 Jahren in den Oster- und Herbstferien. „Das Nachwuchsprogramm Assist ist genau der richtige Weg“, sagte Hansen. „Vereine haben es schwer, Kinder und Jugendliche für den organisierten Sport zu begeistern – die Eagles zeigen, wie es geht.“ Der Zweitliga-Mannschaft komme dabei eine zentrale Rolle als Zugpferd zu, unterstrich Hambrock. „Unterstützung für dieses Team ist daher immer gleichzeitig eine Unterstützung für den Gesamtverein und dessen Jugendarbeit.“

Viele engagierte Ehrenamtler setzen sich dafür ein, und deren Zusammenwirken funktioniere sehr gut, stellte Hansen fest. Dabei zeichne die Eagles eine familiäre Atmosphäre aus. „Davon leben wir auch“, bekräftigte Hambrock. „Hier ist sich keiner für irgendetwas zu schade.“ Der Verein habe noch hohe Ziele und wolle dabei helfen, den Sport im Land weiter voranzubringen. „Für den Basketball in Schleswig-Holstein sind die Eagles ein Leuchtturm“, lobte Hansen. Es sei eine – gerade für junge Menschen – sehr attraktive Sportart. „Auf ihrem Weg, den Basketball in Schleswig-Holstein zu stärken, verdienen die Eagles alle Unterstützung.“ Schon jetzt ist für ihn klar: Beim ersten Heimspiel der neuen Zweitliga-Saison am 29. September gegen Oldenburg ist er dabei.

Auf dem Foto von links: Volker Hambrock, Stefan Flocken, Martina Iversen, Jörg Hansen und Pat Elzie.

 

 

 

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