Ausfälle in Serie

Ein großes Heimspielwochenende sollte es werden für die Itzehoe Eagles. Sonnabend ging es auch gut los mit Siegen der dritten Herrenmannschaft und der Damen. Doch dann kamen sie, die Absagen: Die W12 und die W16 mussten auf ihre Spiele verzichten, weil die Gegner krankheitsbedingt nicht anreisten. Und für die U12 wie für die U14 gab es am Sonntag kein Spiel, weil die Schiedsrichter absagten. So blieben nur drei von den ursprünglich sieben Sonntagspartien übrig:

Um 16 Uhr die vierte Herren in der Bezirksklasse gegen den Kieler TB 3 (Halle KKS).

Am Lehmwohld um 14 Uhr die U16-Jungs gegen Lübeck und um 17 Uhr die zweite Herren in der 2. Regionalliga gegen Tus Ebstorf.

Sie sind im Team Nord

Auszeichnung für zwei junge Basketballerinnen der Itzehoe Eagles: Marie Bansemer und Solvej Hansen (beide 14) sind in das Team Nord berufen worden. Die Auswahlmannschaft von Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern bereitet sich in den kommenden Monaten mit viel Training und Turnieren auf das Bundesjugendlager im Oktober 2020 in Heidelberg vor.

Die beiden Eagles-Spielerinnen sind seit einigen Jahren am Ball und in der vergangenen Saison mit der W14 Landesmeisterinnen geworden. Aber sie hatten nicht unbedingt damit gerechnet, bei der Sichtung in den Kader des Jahrgangs 2005 berufen zu werden. „Da waren so viele gute Mädels“, sagt Marie. „Wir müssen richtig viel trainieren, um mit dem Niveau der anderen im Kader mithalten zu können“, schildert Solvej. Deshalb sind beide, die inzwischen in der W16 der Eagles spielen, auch im Training der männlichen U16 des Vereins dabei.

Hinzu kommen die Übungseinheiten beim Team Nord, die vom Hamburger Basketball-Verband organisiert werden. Dort müssen sich die Eagles-Mädchen immer wieder bewähren: „Wir wollen dem Trainer zeigen, dass es die richtige Entscheidung war, uns in den Kader aufzunehmen“, sagt Marie. Diesen Platz wollen beide verteidigen – schließlich könnten sie dort viel lernen und sich als Basketballerinnen weiterentwickeln.

Schon der bisherige Fortschritt sei beeindruckend, sagt Eagles-Cheftrainer Patrick Elzie. „Der Erfolg von Marie und Solvej zeigt die tolle Entwicklung unserer Mädchenabteilung. Und es kommen immer neue große Talente nach.“

Jetzt geht's richtig los

Die Saison läuft zwar schon seit Mitte September - aber gefühlt geht es erst jetzt nach der Herbstferien-Pause so richtig los. Diverse Mannschaften der Eagles sind am Wochenende im Einsatz, und zwar bis auf die erste Herrenmannschaft durchweg in eigener Halle:

Im Einzelnen (alle Partien im Sportzentrum am Lehmwohld):

Die männliche U12 trifft Sonnabend um 13 Uhr auf den Kieler TB.

Die männliche U18 spielt danach um 15 Uhr gegen die Lübecker TS.

Sonntag geht es weiter um 12 Uhr mit dem Spiel der männlichen U14 gegen den Kieler TB.

Die weibliche U14 spielt um 14 Uhr ebenfalls gegen den Kieler TB.

Die vierte Herrenmannschaft erwartet in der Bezirksklasse Nord um 16 Uhr den Preetzer TSV - Update: Das Spiel ist abgesagt.

Die dritte Herrenmannschaft feiert ihre Saisonpremiere um 18 Uhr gegen den MTV Segeberg.

 

Zuschauer sind bei allen Spielen willkommen!

Stadt ehrt junge Eagles

Ehre, wem Ehre gebührt: Mehr als 100 Sportler wurden bei der städtischen Sportlerehrung im Pädagogischen Zentrum am Lehmwohld ausgezeichnet. Mittendrin waren die Itzehoe Eagles: Sowohl die W12 als auch die W14 erhielten Urkunden für herausragende Leistungen. Beide Teams hatten sich in der vergangenen Saison ungeschlagen die Landesmeisterschaft gesichert. Eine weitere Auszeichnung ging - in Abwesenheit - an Lenny Liedtke für die Aufnahme in die U15-Basketball-Nationalmannschaft. 

W12 mit Coach Nicole Schramm-Bünning (Co-Trainerin Mirja Kama fehlt), 

Bürgervorsteher Markus Müller und Bürgermeister Andreas Koeppen (r.).

 

W14 mit Coach Lars Peter Ehrich, es fehlt Coach Patrick Elzie.

Madita geht nach Litauen

Wenn sie richtig darüber nachdenkt, wird sie leicht unruhig. Eine positive Spannung – denn Madita Prüß hat Großes vor. Nur noch wenige Tage, dann tauscht die 16-Jährige ihren Heimatort Wilster gegen die litauische Hauptstadt Vilnius. Ein Auslandsjahr ist nichts Ungewöhnliches mehr, ihr Ziel dagegen schon. Und der Grund heißt Basketball.

"Eine coole Erfahrung"

„Es ist eine coole Erfahrung“, sagt Madita. Den Gedanken, ins Ausland zu gehen, hatte sie schon länger, jetzt sei der richtige Zeitpunkt: Die 10. Klasse an der Itzehoer Kaiser-Karl-Schule hat sie hinter sich, die Zäsur vor den beiden Jahren, die für das Abitur relevant werden. Auch in Litauen müsse sie natürlich zur Schule gehen, „aber es zählt hier nicht“.

Ein „normales“ Auslandsjahr allerdings kam für Madita nicht in Frage: „Ich wollte etwas, was fest mit Basketball zusammenhängt.“ Denn das ist seit gut vier Jahren ihre Sportart – seit Patrick Elzie, Cheftrainer der Itzehoe Eagles, das junge Mädchen auf einem Freiplatz sah und in die Halle einlud. Madita trainierte hart und entwickelte sich rasant: Landesauswahl und Team Nord, die Auswahl der Nord-Bundesländer, waren die Stationen, beim Bundesjugendlager in Heidelberg maß sie sich mit den besten Nachwuchsspielerinnen Deutschlands und schaffte es beinahe in den Nationalkader. Bei den Eagles ist sie die dominierende Spielerin im Jugendbereich und eine wichtige Stütze des Damenteams. „Sie hat noch sehr viel Potenzial“, sagt Elzie.

Klar, dass die 16-Jährige auch in den Sommerferien so oft wie möglich in der Halle war. „Ich würde gern irgendwann höherklassig spielen“, sagt Madita. Elzie empfahl ihr ein Jahr in den USA, doch sie stieß auf das Basketballprogramm der Organisation Youth for Understanding. Also Litauen, ein Land, in dem Basketball Volkssport ist. „Bei YFU geht es um kulturellen Austausch, und Basketball gehört ganz klar zur litauischen Kultur“, heißt es auf der Seite der Organisation. Die junge Wilsteranerin wird in einer Gastfamilie leben, eine Basketball-Schule besuchen und in der Woche reichlich trainieren, am Wochenende stehen Spiele an.

Sie freut sich auf die Chance, sich in den kommenden zehn Monaten sportlich und persönlich zu entwickeln. „Für so eine Aktion muss man offen sein, um Anschluss zu finden“ – doch auch bei den Touren mit den Auswahlmannschaften oder bei Leistungscamps habe sie die anderen vorher nicht gekannt. Mehr Selbstvertrauen werde die Zeit in Litauen ihr bringen, ist Madita überzeugt. Das gehe schon damit los, dass sie allein nach Frankfurt fliege. Die 16-Jährige ist gespannt auf den völlig neuen Alltag: „Man weiß danach mehr, wer man ist, weil man auf sich allein gestellt ist und selbstständiger werden muss.“ Und auch als Basketballerin werde sie viel lernen.

Unterkategorien

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.