Und noch ein Australier

Es wird viel Englisch geredet bei den Itzehoe Eagles. In der nächsten Saison der 2. Basketball-Bundesliga ProB kommt aber ein neuer Akzent hinzu: Der Australier Nelson Kahler (22) ist der jüngste Neuzugang und schon der zweite Akteur aus „Down Under“ nach Aufbauspieler Josh Wilcher.

Kahler stammt aus Noosa Heads, „einer kleinen Surf-Stadt“ an der Südostküste Queenslands. Erst mit 16 Jahren habe er angefangen, Basketball auf Wettkampf-Niveau zu spielen, danach war er in den USA erst für das Eastern Wyoming College aktiv, die letzten beiden Jahre für die Colorado State University-Pueblo. Dort holte er sich einige Auszeichnungen, unter anderem als Defensivspieler des Jahres in seiner Division. Ein Grund dafür: Der Australier räumt als Schussblocker unter den Körben auf. Mit 3,3 Blocks pro Spiel in seiner letzten Saison war er Vierter in den gesamten USA, hinzu kamen 13 Punkte und 6 Rebounds im Durchschnitt. Auch in Australien, wo er jeweils im Sommer Basketball spielte, führte Kahler die Statistiken bei den Blocks an.

„Er hat einen sehr guten Basketball-Instinkt“, sagt Eagles-Cheftrainer Pat Elzie über den Neuzugang. Viel Athletik unter dem Korb, Sprungkraft, gute Fußarbeit und Bewegungen, aber auch ein guter Schuss von außen und Cleverness – Elzie ist froh, dass es gelungen ist, den 2,06 Meter großen Kahler zu den Eagles zu lotsen.

Er habe sehr viel Gutes über Deutschland und den Wettbewerb in den hiesigen Basketball-Ligen gehört, sagt der 22-Jährige. Das Gespräch mit Elzie erhöhte die Motivation weiter, zumal dieser sowohl die amerikanische als auch die europäische Art zu coachen kenne. Sein Ziel sei, mit maximalem Einsatz sich so gut ins Team einzubringen, wie es nur gehe, auf dem Feld und abseits davon. Mit dem anderen Australier Josh Wilcher, der aus derselben Gegend stamme wie er selbst, werde er sich auf dem Feld sicher gut verstehen. Und auch Elzie erwartet Einiges von seinen neuen Spielern: „Australier haben eine gute Basketball-Schule.“

Neuzugang aus Australien

Vieles gab es schon bei den Itzehoe Eagles, aber dies noch nicht: einen Spieler aus Australien. Joshua Wilcher (26) verstärkt das Team aus der 2. Basketball-Bundesliga ProB in der kommenden Saison auf der Aufbauposition.

Wilcher kommt aus Melbourne, besuchte für ein Jahr das Central Wyoming College in den USA und wurde dann Profi. Den Großteil seiner Laufbahn hat er in England verbracht, er hat auch einen britischen Pass. Das habe ihn noch interessanter für die Eagles gemacht, sagt Cheftrainer Pat Elzie mit Blick auf überarbeitete Bestimmungen der ProB zum Einsatz von ausländischen Akteuren. Dadurch seien EU-Spieler, die in das Profil des Vereins passten, noch wichtiger geworden.

Und Wilcher passte. Elzie sah Videos und führte Gespräche mit dem 26-Jährigen, „das hat mir alles gut gefallen“. Mit seinen 1,78 Metern sei der Australier nicht der größte Spieler, aber dafür sehr clever. Der Beweis sind sehr gute Statistiken aus der ersten englischen Liga, „und die ist auf jeden Fall vergleichbar mit der ProB“. Wilcher verstehe das Spiel und könne es gestalten, in der kommenden Saison solle er eine Führungsrolle bei den Eagles einnehmen. 

Wilcher spielte unter anderem für die Melbourne Tigers sowie in England für die Plymouth Raiders und Cheshire Phoenix. Jetzt wolle er den Basketball in Deutschland, aber auch das Land und seine Kultur kennen lernen, sagt der Australier. Die Gespräche mit seinem neuen Trainer seien sehr gut gewesen, Elzie habe ihm ein hervorragendes Bild vom Verein und seinen Fans vermittelt: „Da war es für mich eine einfache Entscheidung, in der kommenden Saison für Itzehoe zu spielen.“ Das klare Ziel seien die Playoffs: Wilcher weiß, wie knapp die Eagles diese in der vergangenen Spielzeit verpassten – er wolle helfen, das zu ändern und dann weit zu kommen. „Ich kann es nicht erwarten, nach Itzehoe zu kommen und anzufangen!“

ProB-Lizenz ohne Auflagen

Alles bestens bei den Itzehoe Eagles – das haben sie von den Gremien der 2. Basketball-Bundesliga ProB bestätigt bekommen. Die Lizenz für die Saison 2017/18 erhielten die Eagles ohne Auflagen.

Zuvor musste nicht nur die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit akribisch nachgewiesen werden, auch im organisatorischen Bereich waren viele Anforderungen und erhöhte Standards zu erfüllen. Dass es keine Beanstandungen seitens der Liga gab, zeige die gute Arbeit, die bei den Eagles geleistet werde, freut sich der 1. Vorsitzende Volker Hambrock. „Der Dank gilt besonders der 2. Vorsitzenden Martina Iversen, die die umfangreiche Aufgabe des Lizenzantrags wieder einmal perfekt bewältigt hat. Die Lizenzerteilung ohne Auflage ist auch eine Anerkennung für diese Arbeit. Nun können wir die Vorbereitung auf die kommende Saison mit noch mehr Energie vorantreiben.“

 

 

Weiter mit dem Topscorer

 

 

17 Punkte im Schnitt – damit war Frederik Henningsen in der vergangenen Saison der beste deutsche Spieler in der 2. Basketball-Bundesliga ProB. Bei den Itzehoe Eagles wurde er sofort zur festen Größe, umso erfreulicher ist diese Nachricht: Der 29-jährige Flügelspieler bleibt den Eagles erhalten. Er hat einen Vertrag für die kommende Saison unterschrieben mit einer Option auf ein weiteres Jahr.

„Fredi ist eine wichtige Säule für unser Team“, sagt Teammanager Stefan Flocken. „Wir freuen uns sehr, dass er auch in der kommenden Spielzeit für uns aufläuft.“ Das kann Headcoach Pat Elzie nur bestätigen: „Er hat eine Top-Saison gespielt bis zu seiner Verletzung.“ Die Kontinuität sei wichtig für die Eagles, und es sei ein Zeichen für die Qualität der Arbeit in Itzehoe, einen solchen Akteur halten zu können.

„Mir ist der Verein sehr ans Herz gewachsen. Das Umfeld macht es einem mit seiner großartigen Arbeit leicht, sich wohl zu fühlen“, sagt Henningsen. „Es ist wie eine Familie – das schmeichelt mir in meinem Alter, denn das hat man nicht oft.“ Man könne selbst helfen, und es werde geholfen, wenn es ein Problem gebe – „ein sehr schönes Arbeitsklima“.

Ein ganz wesentlicher Grund für die Vertragsverlängerung ist zudem die sportliche Situation. Mit Coach Elzie arbeite er sehr gern zusammen, so Henningsen. Doch mit der vergangenen Saison sei er nicht zufrieden: „Ich will mit Itzehoe in die Playoffs, sonst habe ich das Gefühl, ich hätte meinen Job nicht richtig erledigt.“ Das will er ändern, auch mit Blick auf die Zuschauer in der Lehmwohldhalle: „Die Fans waren der Hammer. Es hat einfach Spaß gemacht, in der Halle zu spielen.“

 

 

 

Starker Partner für Wohnungen

Dr. Ulrik Schlenz ist nicht klein geraten. Dennnoch muss der Vorstand der Wankendorfer Baugenossenschaft für Schleswig-Holstein eG leicht nach oben schauen, als er spezielle Kunden trifft: Deji Adekunle und Mayika Lungongo sind deutlich über zwei Meter groß. Kein Wunder: Sie spielen für die Itzehoe Eagles in der 2. Basketball-Bundesliga ProB.

Seit einigen Jahren engagiert sich die Wankendorfer als Partner bei den Eagles – eine Kooperation von immenser Bedeutung für den Verein, wie die 2. Vorsitzende Martina Iversen betont. Denn mit ihrer Lage am Rande von Basketball-Deutschland müssen die Eagles gute Rahmenbedingungen bieten, um Spieler für sich zu gewinnen. Sie nutzen die guten Kontakte zu Betrieben der Region, um Ausbildungen und Jobs zu vermitteln. „Aber wenn die jungen Leute hierher kommen, müssen wir ihnen auch eine gute Unterkunft bieten können“, sagt Martina Iversen. Da kommt die Wankendorfer ins Spiel: Sie stellt den Eagles Wohnungen insbesondere am Lohkamp zur Verfügung. „Diese Unterstützung ist außerordentlich wertvoll“, unterstreicht die 2. Vorsitzende. „Und die Häuser und Wohnungen sind in den vergangenen Jahren sogar noch schöner geworden.“

Auf den ersten Blick ist klar, was sie meint: Die Mehrfamilienhäuser erstrahlen mit neuer Fassade in Klinkeroptik, doch das ist nur ein kleiner Teil des umfangreichen Modernisierungsprogramms, das sich die Wankendorfer am Lohweg und am Lohkamp vorgenommen hatte. „Insgesamt hat die Wankendorfer dort 39 Wohneinheiten für drei Millionen Euro modernisiert, die auch mit Mitteln der sozialen Wohnraumförderung des Landes gefördert wurden“, sagt Dr. Ulrik Schlenz. Insbesondere energetisch wurden die Gebäude auf den aktuellen Stand gebracht: neue Dächer und Fenster, eine Wärmedämmung der Fassaden, Dämmung der Kellerdecken sowie der obersten Geschossdecken und neue Wärmezentralen im Keller mit dem Energieträger Gas. Weil eine zentrale Warmwasserversorgung eingebaut wurde, verschwanden die Gasthermen aus den Wohnungen – ein Platzgewinn, der gerade den groß gewachsenen Basketballern sehr willkommen war. Deutliche Fortschritte brachte zudem die neue Gestaltung der Treppenhäuser und der Außenanlagen. „Die ganze Optik hat sich deutlich verbessert“, sagt Dr. Ulrik Schlenz.

Die Basketballer fühlen sich wohl in den Wankendorfer-Wohnungen, und das freut den Vorstand: „ Die Zusammenarbeit mit den Eagles ist für uns eine wichtige Partnerschaft für den Standort Itzehoe.“ Das Unternehmen habe in der Steinburger Kreisstadt mit der Wankendorfer Immobilienverwaltung für Schleswig-Holstein eine wichtige Funktion beim Thema Wohnungsbau übernommen. Doch die Wankendorfer kümmere sich nicht nur um das Thema Wohnen, sondern lege auch viel Wert darauf, sich gesellschaftlich zu engagieren. „Insofern ist das Projekt Itzehoe Eagles mit seiner Ausrichtung für die Zukunft und der intensiven Jugendarbeit passend. Und der Imagegewinn durch die Kooperation mit den Eagles ist ein schöner Nebeneffekt.“

Das ist Musik in den Ohren von Martina Iversen: „Wir haben noch sehr viel vor. Da ist es schön, sich auf einen starken Partner wie die Wankendorfer verlassen zu können.“

 

 

 

 

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