Weiter mit dem "Urgestein"

 

Die Itzehoe Eagles ohne ihn – kaum vorstellbar. Als Kind hat Johannes Konradt in Itzehoe angefangen, Basketball zu spielen. Inzwischen ist er 22 und eine feste Größe in der ersten Herrenmannschaft. Dabei bleibt es: Konradt spielt auch in der kommenden Saison der 2. Basketball-Bundesliga ProB für die Eagles.

Coach Pat Elzie freut sich, weiter auf das „Itzehoer Urgestein“ setzen zu können. Für die Identifikation sei es wichtig, die Spieler zu halten, die schon lange die Eagles-Farben tragen. Und sportlich habe Konradt einen „richtigen Sprung gemacht“: In der Verteidigung habe er in der vergangenen Saison geackert wie immer, aber auch in der Offensive mit guter Wurfquote eine wichtige Rolle als Schütze und Stütze gespielt. Jetzt gelte es für ihn zu lernen, im Angriff noch mehr zu variieren, nicht nur von der Dreierlinie zu werfen oder zum Korb zu ziehen, sondern auch den Wurf aus der Mitteldistanz zu nehmen. Zehn Punkte im Durchschnitt, das sollte aus Elzies Sicht die Zielmarke für Konradt sein. Denn durch die neue Ausländerregelung in der ProB habe er die Chance auf noch mehr Spielzeit.

„Ich freue mich sehr darüber, weiterhin Teil dieses Vereins und Projekt zu sein“, sagt Konradt. Der Verein, der Coach und das Umfeld böten ihm die perfekten Bedingungen, sich weiterzuentwickeln. Sein klares Ziel für die kommende Saison: mit den Eagles die Playoffs zu erreichen. Im September geht es los: „Ich freue mich jetzt schon wieder auf die tolle Stimmung in der Halle!“

 

 

 

 

Nick Tienarend bleibt ein Eagle

 

 

Eine weitere wichtige Personalie bei den Itzehoe Eagles ist geklärt: Nick Tienarend wird auch in der kommenden Saison der 2. Basketball-Bundesliga ProB für den Spielaufbau zuständig sein. Coach Pat Elzie freut sich über die Zusage des 23-Jährigen: Tienarend sei nicht nur ein feiner Kerl, sondern auch eine Identifikationsfigur und ein Führungsspieler der Eagles.

Es wird bereits die sechste Saison des Point Guards in Itzehoe, der damit dem früheren Kapitän Robert Daugs (acht Saisons) auf den Fersen ist. Mal schauen, ob ich ihn noch einhole. Darüber habe ich noch letzte Woche mit ihm gespaßt“, sagt Tienarend, der nach dem Studium in Kiel inzwischen in Itzehoe wohnt und ein duales Studium der Betriebswirtschaft am Klinikum Itzehoe und an der Nordakademie Elmshorn absolviert. Er fühle sich einfach wohl bei den Eagles: „Das familiäre Umfeld, in dem sich alle gegenseitig unterstützen, ist wirklich besonders – angefangen von meinen Mitspielern bis zum Management, dem Trainerstab, den freiwilligen Helfern und den Fans. Für mich kam gar kein anderer Verein in Frage.“

Zudem habe er sich in der vergangenen Saison wieder richtig fit gefühlt und viel Spaß am Basketball gehabt. Im Frühjahr 2015 hatte Tienarend einen Kreuzbandriss erlitten, aber dann „richtig professionell“ täglich in der Halle am Comeback gearbeitet, lobt Pat Elzie. „Man hat gemerkt, dass er stärker zurückkommen wollte.“ Erst sei es dem Aufbauspieler nicht leicht gefallen, seinem Bein wieder zu vertrauen, doch gerade zum Ende hin habe er eine gute Saison gespielt und ihn sogar ein wenig überrascht mit einer Dreierquote von fast 40 Prozent.

Tienarend hat sich vorgenommen, noch konstanter gute Leistungen abzuliefern und seine Wurfquote weiter zu steigern, besonders aus dem Zwei-Punkte-Bereich. Auch wolle er seine Mitspieler noch mehr und besser in Szene setzen. Und das Ziel mit dem Team? „Ganz klar das Erreichen der Playoffs. Dafür werde ich alles geben.“ Pat Elzie ist mit der Entwicklung seines Aufbauspielers sehr zufrieden: „Ich erwarte von ihm eine gute Saison. Wenn er verletzungsfrei bleibt, wird er für uns ein sehr wichtiger Faktor.“

 

 

 

 

Und noch ein Australier

Es wird viel Englisch geredet bei den Itzehoe Eagles. In der nächsten Saison der 2. Basketball-Bundesliga ProB kommt aber ein neuer Akzent hinzu: Der Australier Nelson Kahler (22) ist der jüngste Neuzugang und schon der zweite Akteur aus „Down Under“ nach Aufbauspieler Josh Wilcher.

Kahler stammt aus Noosa Heads, „einer kleinen Surf-Stadt“ an der Südostküste Queenslands. Erst mit 16 Jahren habe er angefangen, Basketball auf Wettkampf-Niveau zu spielen, danach war er in den USA erst für das Eastern Wyoming College aktiv, die letzten beiden Jahre für die Colorado State University-Pueblo. Dort holte er sich einige Auszeichnungen, unter anderem als Defensivspieler des Jahres in seiner Division. Ein Grund dafür: Der Australier räumt als Schussblocker unter den Körben auf. Mit 3,3 Blocks pro Spiel in seiner letzten Saison war er Vierter in den gesamten USA, hinzu kamen 13 Punkte und 6 Rebounds im Durchschnitt. Auch in Australien, wo er jeweils im Sommer Basketball spielte, führte Kahler die Statistiken bei den Blocks an.

„Er hat einen sehr guten Basketball-Instinkt“, sagt Eagles-Cheftrainer Pat Elzie über den Neuzugang. Viel Athletik unter dem Korb, Sprungkraft, gute Fußarbeit und Bewegungen, aber auch ein guter Schuss von außen und Cleverness – Elzie ist froh, dass es gelungen ist, den 2,06 Meter großen Kahler zu den Eagles zu lotsen.

Er habe sehr viel Gutes über Deutschland und den Wettbewerb in den hiesigen Basketball-Ligen gehört, sagt der 22-Jährige. Das Gespräch mit Elzie erhöhte die Motivation weiter, zumal dieser sowohl die amerikanische als auch die europäische Art zu coachen kenne. Sein Ziel sei, mit maximalem Einsatz sich so gut ins Team einzubringen, wie es nur gehe, auf dem Feld und abseits davon. Mit dem anderen Australier Josh Wilcher, der aus derselben Gegend stamme wie er selbst, werde er sich auf dem Feld sicher gut verstehen. Und auch Elzie erwartet Einiges von seinen neuen Spielern: „Australier haben eine gute Basketball-Schule.“

Neuzugang aus Australien

Vieles gab es schon bei den Itzehoe Eagles, aber dies noch nicht: einen Spieler aus Australien. Joshua Wilcher (26) verstärkt das Team aus der 2. Basketball-Bundesliga ProB in der kommenden Saison auf der Aufbauposition.

Wilcher kommt aus Melbourne, besuchte für ein Jahr das Central Wyoming College in den USA und wurde dann Profi. Den Großteil seiner Laufbahn hat er in England verbracht, er hat auch einen britischen Pass. Das habe ihn noch interessanter für die Eagles gemacht, sagt Cheftrainer Pat Elzie mit Blick auf überarbeitete Bestimmungen der ProB zum Einsatz von ausländischen Akteuren. Dadurch seien EU-Spieler, die in das Profil des Vereins passten, noch wichtiger geworden.

Und Wilcher passte. Elzie sah Videos und führte Gespräche mit dem 26-Jährigen, „das hat mir alles gut gefallen“. Mit seinen 1,78 Metern sei der Australier nicht der größte Spieler, aber dafür sehr clever. Der Beweis sind sehr gute Statistiken aus der ersten englischen Liga, „und die ist auf jeden Fall vergleichbar mit der ProB“. Wilcher verstehe das Spiel und könne es gestalten, in der kommenden Saison solle er eine Führungsrolle bei den Eagles einnehmen. 

Wilcher spielte unter anderem für die Melbourne Tigers sowie in England für die Plymouth Raiders und Cheshire Phoenix. Jetzt wolle er den Basketball in Deutschland, aber auch das Land und seine Kultur kennen lernen, sagt der Australier. Die Gespräche mit seinem neuen Trainer seien sehr gut gewesen, Elzie habe ihm ein hervorragendes Bild vom Verein und seinen Fans vermittelt: „Da war es für mich eine einfache Entscheidung, in der kommenden Saison für Itzehoe zu spielen.“ Das klare Ziel seien die Playoffs: Wilcher weiß, wie knapp die Eagles diese in der vergangenen Spielzeit verpassten – er wolle helfen, das zu ändern und dann weit zu kommen. „Ich kann es nicht erwarten, nach Itzehoe zu kommen und anzufangen!“

ProB-Lizenz ohne Auflagen

Alles bestens bei den Itzehoe Eagles – das haben sie von den Gremien der 2. Basketball-Bundesliga ProB bestätigt bekommen. Die Lizenz für die Saison 2017/18 erhielten die Eagles ohne Auflagen.

Zuvor musste nicht nur die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit akribisch nachgewiesen werden, auch im organisatorischen Bereich waren viele Anforderungen und erhöhte Standards zu erfüllen. Dass es keine Beanstandungen seitens der Liga gab, zeige die gute Arbeit, die bei den Eagles geleistet werde, freut sich der 1. Vorsitzende Volker Hambrock. „Der Dank gilt besonders der 2. Vorsitzenden Martina Iversen, die die umfangreiche Aufgabe des Lizenzantrags wieder einmal perfekt bewältigt hat. Die Lizenzerteilung ohne Auflage ist auch eine Anerkennung für diese Arbeit. Nun können wir die Vorbereitung auf die kommende Saison mit noch mehr Energie vorantreiben.“

 

 

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