Nah dran am Sieg

Sie schnupperten an der Überraschung, aber am Ende fuhren die Itzehoe Eagles doch mit leeren Händen nach Hause. Die erste Partie der neuen Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga verloren die Itzehoer bei den Iserlohn Kangaroos mit 92:96 (26:17, 28:23, 19:32, 19:24).

Der Auftakt gehörte den Gastgebern, erst nach gut zwei Minuten erzielte Johannes Konradt per Sprungwurf zum 2:6 die ersten Eagles-Punkte der Saison. Danach folgte, was Coach Pat Elzie später eine „super erste Halbzeit“ nannte: Die Eagles übernahmen das Kommando, in der Zone dominierte Stefan Schmidt mit neun Punkten im ersten Viertel, dazu saßen die Dreier von Konradt, Flavio Stückemann und Thorben Haake. So wuchs der Vorsprung an die Zehn-Punkte-Marke.

Probleme hatten die Eagles vor allem mit den Brettspielern der Gastgeber, allen voran Gabriel de Oliveira (18 Punkte in der ersten Hälfte). Im zweiten Viertel kassierten die Itzehoer drei Dunks nacheinander, doch mit ihrer Treffsicherheit von der Dreier-Linie überstanden sie diese Phase, Justinas Zirlys schraubte die Führung auf elf Punkte hoch (44:33, 17. Minute). Das ganze Team sei heiß auf die Partie gewesen und habe sehr guten, strukturierten Basketball gespielt, sagte Elzie. Die letzte Belohnung lieferte Anthony McDonald: Mit der Halbzeitsirene traf er den Dreier zum 54:40.

„Ich habe das Team gewarnt, dass die zurückkommen“, so Elzie über seine Halbzeitansprache. Und die Eagles halfen dabei: „Blöde Fehler“ ließen Iserlohn schnell auf acht Punkte herankommen, „dann haben die natürlich Blut geleckt“. Aber die Gäste hielten dagegen, für den Zusammenhalt im Team und den Kampfgeist gab es ein Lob vom Trainer. Als der stark spielende Konradt auch seinen vierten Dreierversuch versenkte, war die Führung wieder zweistellig (69:59, 28. Minute). In der Zone wurde Schmidt jetzt vom Gegner gedoppelt, auf der anderen Seite hatten auch die Eagles die großen Spieler der Kangaroos besser im Griff. Dafür trafen die Gastgeber von außen, machten im dritten Viertel 32 Punkte und verkürzten vor dem letzten Abschnitt noch auf 72:73.

Per Dreier ging Iserlohn sofort in Führung, Stückemann per Dreier holte sie zurück – aber zum letzten Mal. Ein weiterer Distanzwurf der Gastgeber saß, während die Eagles minutenlang ohne Korb blieben, der Ball wollte nicht hinein. „Es war ein Spiel mit zwei ganz unterschiedlichen Hälften“, sagte Elzie. Die Kangaroos hätten gezeigt, dass sie eine der Topmannschaften der Liga seien. Dennoch war die Chance immer noch da. Mit einigen Freiwürfen hätten die Gäste wieder ausgleichen können, doch sie gingen daneben. Als McDonald einen Dreier traf, dabei auch noch gefoult wurde und den Freiwurf versenkte, stand es nur noch 95:92 für Iserlohn. Aber es waren auch nur noch zwölf Sekunden zu spielen – zu wenig.

Elzie trauerte der verpassten Chance nicht lange hinterher. Nun gelte es, das Video zu analysieren und die Fehler im Training abzustellen. Denn am kommenden Sonnabend steigt die Heimpremiere in dieser Saison: Um 19.30 Uhr geht es im Sportzentrum am Lehmwohld gegen Oldenburg. Tickets auf www.ticketflair.de.

Eagles: Anthony McDonald (21, 3 Dreier, 5 Assists), Johannes Konradt (20, 4 Dreier), Stefan Schmidt (18, 12 Rebounds), Flavio Stückemann (14, 4 Dreier, 3 Steals), Justinas Zirlys (11, 1 Dreier, 7 Rebounds, 2 Blocks), Thorben Haake (5, 1 Dreier), Fabio Galiano (3), Lucas Wilke, Lars Kröger, Erik Nyberg, Joachim Feimann.

 

 

Auftakt in Iserlohn

Das Warten hat ein Ende. Die Itzehoe Eagles starten am Sonnabend in die neue Saison der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Und gleich die erste Aufgabe hat es in sich: Um 19.30 Uhr beginnt die Partie bei den Iserlohn Kangaroos.

Eagles-Coach Pat Elzie freut sich, dass es los geht. Die Vorbereitung sei lang gewesen: „Alle fiebern dem ersten Spiel entgegen. Das ist etwas anderes als Training oder Freundschaftsspiele.“ Der Auftakt werde allerdings schwer mit einem Auswärtsspiel, und das auch noch bei einem Team, das Elzie zu den Ligafavoriten zählt. Iserlohn habe eine gute und kompakte Mannschaft mit bundesligaerfahrenen Akteuren, viel Erfahrung und einem guten Coach. „Aber solchen Aufgaben müssen wir uns stellen und sie meistern, wenn wir unsere Ziele erreichen wollen.“ Als da wären: Besser abschneiden als in der vergangenen Saison, möglichst sicher in die Playoffs kommen und dort mehr erreichen als bisher.

Kleinere Verletzungen und auch Krankheiten störten zuletzt etwas den Trainingsbetrieb – aber das dürfe keine Rolle mehr spielen, wenn für die erste Partie der Adrenalinspiegel steige, so Elzie. Wie sein Team gegen Iserlohn spielen werde? „Ich hoffe, gut!“ In der Vorbereitung habe sich das Team von Spiel zu Spiel gesteigert und auch Rückschläge wie den Achillessehnenriss von Frederik Henningsen weggesteckt. „Wir müssen unser Spiel spielen und auf dem aufbauen, was wir in den letzten Freundschaftsspielen gezeigt haben“, sagt der Coach. Damit meint er auch die gute Leistung bei der Saisoneröffnung am vergangenen Freitag gegen die klassenhöheren Rostock Seawolves (83:88). Aber das seien eben nur Testspiele gewesen – „jetzt wird es ernst“.

 

 

Spaß beim Azubi-Cup

Einzeltraining mit einem Profisportler – die Erfahrung macht auch nicht jeder. Die Auszubildenden im Klinikum Itzehoe schon: Im Rahmen des Azubi-Cups lernten sie einige Basketball-Grundlagen von den Spielern des Zweitliga-Teams der Itzehoe Eagles.

Ballbehandlung, Passen und natürlich die entscheidende Frage, wie der Ball in den Korb kommt, bei jeder Übung wurden die Klinik-Azubis von den Eagles-Spielern angeleitet. Zwischendurch dröhnte die Stimme Pat Elzies durch die Halle der Kaiser-Karl-Schule, denn der Cheftrainer der Eagles hatte die Gesamtleitung bei dem zentralen Event in der Kooperation mit dem Klinikum. Wie es sich für ein ordentliches Training gehört, wurde am Schluss gespielt. Acht gegen Acht gibt es zwar normalerweise nicht, aber in diesem Fall war alles möglich. Denn: „Der Spaß steht natürlich im Mittelpunkt“, sagte Anna Wichmann aus dem Personalmanagement des Klinikums. „Vor allem geht es beim Azubi-Cup um den Teamgedanken – schließlich ist die gut funktionierende Zusammenarbeit die entscheidende Basis für alles, was im Klinikum passiert.“

Und weil ein Team noch besser zusammenwächst, wenn es gemeinsam etwas erlebt, folgte auf die Anstrengung in der Halle die kulinarische Belohnung: In der Mensa der KKS wartete auf die Azubi-Cup-Teilnehmer und die Eagles ein leckeres Grillbuffet. Auch zur offiziellen Saisoneröffnung der Eagles mit einem Testspiel gegen die Rostock Seawolves in Wilster waren die Azubis eingeladen.

 

 

 

 

Abend für die Partner

Volles Haus, gutes Essen und gelöste Stimmung – das war der Partnerabend der Itzehoe Eagles in der Gaststätte Zur Erholung in Heiligenstedten.

Zu Beginn gab es ernste Worte von Volker Hambrock: „Wir stehen für eine multikulturelle Gesellschaft“, betonte der Eagles-Vorsitzende mit Blick auf aktuelle Ereignisse. Im Verein würden Menschen allein danach beurteilt, wie sie sich verhielten. „Fremdenfeindlichkeit hat bei uns keine Chance und wird bei uns auch keine Chance haben“, unterstrich Hambrock unter starkem Applaus der rund 80 Gäste.

Einen Überblick über die aktuelle Situation der Eagles gab Stefan Flocken, Schatzmeister und Teammanager in der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Er dankte den Sponsoren, ohne die die Entwicklung nicht möglich wäre. Und die ist sehr gut: Die Marke von 300 Mitgliedern sei geknackt, 270 davon seien aktive Basketballer, um die sich 15 Trainer kümmerten, drei davon hauptamtlich. Die Eagles hätten ein „breit gefächertes Angebot“ vom Hobby- bis zum Leistungsbasketball, stellte Flocken fest. „Da ist für jeden etwas dabei.“ Eine „große Sache“ sei zudem die Qualifikation des Partnervereins Eagles Basketball Academy für die Nachwuchs-Basketball-Bundesliga in der Altersklasse U19: Das habe bundesweit für einiges Aufsehen gesorgt.

Der Schatzmeister verwies auch auf Aktionen wie das Streetball-Turnier ITZEbasket, die NDR-Stadtwette und den Weltrekord mit der Novitas im Stadion: „Überall, wo es irgendwie geht, sind wir gerne dabei.“ Deshalb lud Flocken auch die Sponsoren ein, sich bei den Eagles für gemeinsame Aktionen zu melden. Ermöglicht würden die vielen Aktivitäten durch das große Team hinter dem Team: „Das ist Arbeit, die sieht keiner.“ Besonders dankte er den beiden Vertreterinnen der Stadt für ihre Unterstützung, wenn es um Trainingszeiten geht – insbesondere angesichts der Sperrung der Lehmwohldhalle.

Joshua Adomat und Leon Hutter, die bei den Eagles ein Freiwilliges Soziales Jahr bzw. erstmals einen Bundesfreiwilligendienst absolvieren, vergaß Flocken ebenso wenig wie die Showtanzgruppe Eagles Fighters, die mit einer Delegation beim Partnerabend dabei war. Besonders hob er die professionellen Bedingungen hervor, unter denen das Zweitliga-Team dank Mannschaftsarzt Christian Brinckmann, der Physiotherapeuten von Physiotrain und der Bedingungen im MediFit im Klinikum Itzehoe sowie im Clever fit trainieren könne. Sein letzter Dank galt Cheftrainer Pat Elzie: Der übernehme nicht nur auch die „nicht so dankbaren Arbeiten“, er sei zudem froh, von Elzies langjähriger Erfahrung profitieren zu können, so Flocken. Mit vielen Initiativen habe der Trainer in den vergangenen drei Jahren dafür gesorgt, dass Basketball in Itzehoe in aller Munde sei.

Elzie gab den Dank an alle Helfer zurück und stellte das neue Team vor. Zuvor machte er klar: Das Ziel der Eagles sei irgendwann der Aufstieg in die ProA – und die dafür nötige Halle wäre nicht nur schön, sondern auch ein echter Gewinn für Stadt und Land.

Das letzte Wort vor der Eröffnung des Buffets gehörte dem verletzten Frederik Henningsen: Auch er dankte den Anwesenden für die große Unterstützung, betonte aber zudem, wie gut seine Entscheidung gewesen sei, zu den Eagles zu kommen: Nach wie vor fühle er sich dort aufgenommen wie in einer Familie.

Foto links: Paul Pohl (Firma Pohl, Hohenwestedt), Anna Wichmann (Klinikum Itzehoe) und Henning Wrage (Firma COG Pinneberg) zeigen das neue Eagles-Magazin Fastbreak, gestaltet von Michael Herold, typografikdesign.de

Starke Leistung gegen Rostock

Itzehoe Eagles gegen Rostock Seawolves – fast schon traditionell eine enge und umkämpfte Partie. Da machte die jüngste Auflage am Freitagabend keine Ausnahme. Das Neue dabei: Die Seawolves spielen in der BARMER 2. Basketball Bundesliga jetzt in der ProA und damit eine Liga höher als die Eagles. Von einem Klassenunterschied war allerdings nichts zu sehen. Bei ihrer offiziellen Saisoneröffnung mit dem letzten Testspiel zeigten die Eagles eine gute Leistung und unterlagen nach langer Führung mit 83:88 (26:15, 18:25, 22:27, 17:21).

Bürgermeister Walter Schulz begrüßt die Gäste, rechts Moderator Peter Poppe.Gespielt wurde wegen der Sperrung der Lehmwohldhalle vor 300 Zuschauern in Wilster, sehr zur Freude von Bürgermeister Walter Schulz, der Teams und Fans begrüßte. Unter dem Jubel der Zuschauer liefen die Eagles einzeln ein, zuerst an Krücken Frederik Henningsen, dessen Operation nach dem Achillessehnenriss erfolgreich verlaufen ist. Ins Spiel starteten die Itzehoer ohne Flavio Stückemann (Fußblessur) stark, verteidigten leidenschaftlich und punkteten regelmäßig. Schnell stand es 13:2, da hatte Eagles-Kapitän Stefan Schmidt schon sieben Punkte erzielt. Das erste Problem für die Itzehoer waren die frühen drei Fouls bei Johannes Konradt, der deshalb weniger spielte als sonst, die Zeit aber mit guter Trefferquote nutzte. Das zweite Problem war die Rostocker Verteidigung über das ganze Feld, die einige Ballverluste der Gastgeber zur Folge hatte. Auf einmal stand es 13:13, doch die Eagles schlugen zurück: Zwei trockene Dreier von Thorben Haake, kurz darauf noch ein Dreier von Fabio Galiano, so kam die zweistellige Führung nach dem ersten Viertel zustande.

Die nächsten drei Viertel gingen an die Seawolves, die deshalb auch nicht unverdient gewannen. Aber der Favorit tat sich schwer und lief lange dem Vorsprung der Eagles hinterher, die immer eine Antwort parat hatten. Mit 44:40 ging es in die Halbzeit, und es dauerte bis zum 60:60 in der 28. Minute, ehe die Rostocker ausgleichen konnten. Vor dem letzten Abschnitt führte das ProA-Team mit 67:66.

Noch einmal holten sich die Eagles die Führung zurück, dann aber blieben sie fünf Minuten lang ohne Punkt, vergaben Freiwürfe, verloren Bälle. Bei Rostock sah es zunächst nicht besser aus, doch der Gast traf zuerst wieder und setzte sich entscheidend ab. Das Ziel sei gewesen, den Ball unter den Korb zu bringen, um dort in einem Spiel mit vielen Foulpfiffen die Vorteile auszunutzen, sagte Eagles-Coach Pat Elzie. Und stellte selbstkritisch fest: Richtig funktioniert habe diese Taktik nicht, „wir waren ein bisschen zu statisch“.

Zufrieden war er dennoch, das Ergebnis war nicht das Entscheidende: „Wir hätten gewinnen können, aber ich wollte unbedingt, dass alle eingesetzt werden“, sagte Elzie. Nicht zuletzt die Freiwurfquote von unter 60 Prozent verhinderte den Erfolg. Egal: Die jungen Spieler und die Nachwuchsakteure hätten allesamt einen „super Job“ abgeliefert. Gute Leistungen bescheinigte er auch den anderen von Lars Kröger bis zu Anthony McDonald. Und was den Trainer besonders freute: „Auf der Verteidigungsseite haben wir einen Riesen-Fortschritt gemacht.“ Das könne das Team hoffentlich auch am kommenden Wochenende zeigen – denn am Sonnabend starten die Eagles beim Spitzenteam Iserlohn Kangaroos in die Saison der BARMER 2. Basketball Bundesliga.

Eagles: Anthony McDonald (20, 1 Dreier, 7 Rebounds, 5 Assists, 2 Steals), Johannes Konradt (13, 3 Dreier), Stefan Schmidt (13), Thorben Haake (9, 2 Dreier), Erik Nyberg (9, 1 Dreier), Justinas Zirlys (6, 8 Rebounds, 4 Assists), Fabio Galiano (5, 1 Dreier, 2 Steals), Lars Kröger (4, 5 Rebounds), Lucas Wilke (2), Tim Lang (2), Joachim Feimann, Robert Heise, Madjou Barry.

 

 

 

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