75:72 - Puuuhh!

Gewonnen! Aber warum sahen die Spieler der Itzehoe Eagles so geknickt aus? Ganz einfach: Die Partie der BARMER 2. Basketball Bundesliga gegen die Dresden Titans hatten sie sich anders vorgestellt. Sie endete mit einem am Ende glücklichen 75:72 (21:8, 17:24, 17:17, 20:23) für die Gastgeber. Und die passende Bemerkung war direkt danach auf der Eagles-Bank zu hören: So hässlich dürfe man ein Jahr nicht anfangen.

Dabei lief es im ersten Viertel noch. Die ersten Punkte machten die Gäste, danach ließ die Verteidigung der Eagles nichts mehr zu, und bei den wenigen guten Würfen hatten die Titans Pech. Glück hatten sie auf der anderen Seite, dass die Eagles-Offensive zwar funktionierte, aber auch kein Feuerwerk abbrannte. Einige Dreier gingen daneben, doch als Johannes Konradt kurz vor dem Viertelende zum 21:8 traf, war der Grundstein für den Sieg gelegt.

Diesen Vorsprung konnten die Eagles während der folgenden 30 Minuten sehr gut gebrauchen. Die ohne ihre ausländischen Spieler angetretenen Dresdener bissen sich in die Partie und rissen nun immer wieder Löcher in die Verteidigung ihres Gegners. Die Itzehoer wiederum fanden im Angriff nicht in den Rhythmus, selten wurde schnell gespielt, der Ball lief nicht. Doch es reichte noch zum 38:32 zur Halbzeit.

Der Start in die zweite Hälfte sah besser aus. Ein schön herausgespielter Wurf von Marko Boksic, mehr Bewegung mit und ohne Ball, der Vorsprung wurde wieder zweistellig. Aber nicht lange: Zäh ging es weiter, und es war zu spüren, wie die Gäste immer mehr an ihre Chance glaubten. Gut zwei Minuten vor dem Ende des dritten Viertels ging die Stimmung in der randvollen Halle hoch: Youngster Tobias Möller betrat das Feld. Mutig von Eagles-Coach Patrick Elzie – und richtig, denn Möller zeigte in den folgenden Minuten einige starke Aktionen. Zwei Dreier von Dresden, einmal von außen gekontert von Chaed Wellian, führten zum 55:49 vor den letzten zehn Minuten.

Das Bild änderte sich nicht. Aus einem 62:53 wurde schnell ein 62:58. Aus der fälligen Auszeit kamen die Eagles mit einem Dreier von Thorben Haake und einem Korb von Chris Hooper. Danach waren sie fast nur noch an der Freiwurflinie in Person von Flavio Stückemann und Chris Hooper, für den das allerdings an diesem Abend nicht der Lieblingsplatz war. Trotzdem sah es bei sechs Punkten Vorsprung nicht einmal 30 Sekunden vor Schluss gut aus für die Eagles. Doch dann dies: Dreier Dresden, Fehlpass von Hooper auf Wellian, plötzlich hatten die Titans die Chance, per Dreier die Verlängerung zu erzwingen. Der Wurf ging knapp daneben – großes Aufatmen in der Halle.

Ein typisches Spiel nach Weihnachten“, kommentierte Elzie. „Wir waren nicht richtig auf der Höhe.“ Das erste Viertel mit der starken Verteidigung sei entscheidend gewesen, so hätten die Eagles ihre Position weiter gestärkt. Aber allen ist klar: Am kommenden Sonnabend in Oldenburg ist wieder eine deutlich bessere Leistung gefragt.

Eagles: Chris Hooper (18, 11 Rebounds), Erik Nyberg (12, 2 Dreier), Marko Boksic (10), Thorben Haake (9, 2 Dreier), Chaed Wellian (7, 1 Dreier), Johannes Konradt (5, 1 Dreier), Stefan Schmidt (5), Flavio Stückemann (4, 7 Assists), Alieu Ceesay (3), Tobias Möller (2), Lars Kröger, Joachim Feimann.

 

 

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