Wieder Pech am Schluss

Den Itzehoe Eagles klebt das Pech an den Fingern. Zum zweiten Mal in Folge haben sie in der BARMER 2. Basketball Bundesliga mit einem Punkt Unterschied verloren. Die Baskets Juniors/Oldenburger TB gewannen eine dramatische Partie mit 73:72 (17:18, 14:23, 21:13, 21:18).

Die Niedersachsen mit bisher nur vier Siegen brauchten die Punkte, die Eagles mit einem Sieg mehr ebenso. Von der ersten Minute an entwickelte sich eine umkämpfte Begegnung. Die ersten Würfe der Gäste gingen daneben, doch mehrere Offensivrebounds waren gleich ein gutes Zeichen für den Einsatz. Ebenfalls gut für die Eagles: Der Oldenburger Center Till Isemann musste schon nach drei Minuten mit drei Fouls auf die Bank und konnte erst nach geraumer Zeit wieder eingreifen. Beide Teams trafen in der Anfangsphase nicht viel, auch Eagles-Neuzugang Milen Zahariev, der gleich zur ersten Fünf gehörte, hatte kein Wurfglück. Erik Nyberg brachte von der Bank einen willkommenen Impuls und trug mit fünf Punkten zur knappen Führung nach dem ersten Viertel bei.

Das zweite Viertel prägte Thorben Haake, der alle drei Versuche von der Dreierlinie versenkte. Bis zum 30:28 verlief der Abschnitt ausgeglichen, dann ließ die Verteidigung der Itzehoer nichts mehr zu, bis auf 41:30 zogen sie davon. Halbzeitstand: 41:31, nur zwei Mal hatten die Gäste bis dahin den Ball verloren, allerdings auch aus Sicht von Coach Patrick Elzie zu viele Rebounds unter dem eigenen Korb abgegeben.

Nach dem Wechsel punkteten die Oldenburger wieder, die Eagles hielten zunächst dagegen. Dass Flavio Stückemann kurz nacheinander die Fouls drei und vier kassierte, half nicht, die Niedersachsen kamen weiter heran und glichen aus. Immerhin schafften es die Itzehoer noch, ein 54:52 mit in das letzte Viertel zu nehmen.

Dank Kevin Mickle stand es schnell 59:52, kurz darauf waren die Gastgeber wieder dran und gingen fünfeinhalb Minuten vor dem Ende per Dreier zum 63:61 in Führung. Die Eagles konterten zum 65:63, verloren dann aber zwei Mal den Ball und gerieten wieder 65:69 in Rückstand. Nach guter Verteidigung bekam Stückemann eine gute halbe Minute vor Schluss die Gelegenheit zum Ausgleich von der Freiwurflinie – 69:69. Zwei Freiwürfe Oldenburg, elf Sekunden vor Schluss nochmals zwei Freiwürfe Stückemann: 71:71. Dann passierte, was die Eagles erst eine Woche zuvor im Heimspiel gegen die BSW Sixers erlebt hatten: Der Gegner versuchte gegen gute Verteidigung einen schwierigen Wurf – und traf. Noch fünf Sekunden. Für die Eagles ging Mickle zum Korb, ein hartes Foul. Mickle musste verletzt auf die Bank, der für ihn eingewechselte Haake an die Linie. Die Spielzeit war abgelaufen, ganz allein stand er für die beiden Würfe bereit, die die Verlängerung bringen sollten. Doch als der erste Freiwurf daneben ging, war die Partie entschieden, der Treffer beim zweiten nur noch Kosmetik.

„Nicht mehr zu fassen“, kommentierte ein tief enttäuschter Eagles-Coach. In Führung liegend seien schlechte und wenig clevere Entscheidungen getroffen worden, aber letztlich könne er dem Team keinen Vorwurf machen, so Elzie. Die Niederlage sei umso ärgerlicher, weil erneut die direkten Konkurrenten teils überraschend gewannen. „Das macht die Aufgabe nicht leichter, aber es ist alles immer noch ganz knapp.“ Doch jetzt brauchten die Eagles Siege, zwei Mal haben sie vor Weihnachten noch in eigener Halle die Chance. Elzie: „Wir müssen die Situation annehmen und zu Hause einfach besser spielen.“

Eagles: Kevin Mickle (18, 7 Rebounds), Johannes Konradt (12, 1 Dreier), Stefan Schmidt (11, 6 Rebounds), Thorben Haake (10, 3 Dreier), Erik Nyberg (7, 1 Dreier), Flavio Stückemann (6), Milen Zahariev (4, 8 Rebounds), Lars Kröger (2), Fabio Galiano (2), Lucas Wilke, Joachim Feimann.

 

 


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