Raus mit Applaus

Die Saison in der 2. Basketball-Bundesliga ProB ist für die Itzehoe Eagles beendet. Und dass es so kommen würde, stand während der 40 Minuten gegen die Scanplus Baskets Elchingen kaum in Frage. Der Erste der Südgruppe bestätigte die starke Leistung aus dem ersten Spiel im Playoff-Achtelfinale und gewann auch am Lehmwohld deutlich: 100:73 (25:15, 25:21, 22:18, 28:19).

Eagles-Coach Pat Elzie war nach dem Ausscheiden enttäuscht, nahm es aber mit Fassung: „Wenn man einen Gegner hat wie Elchingen, muss man anerkennen, dass der Gegner einfach besser ist.“ In der Tat: Das Team aus der Nähe von Ulm war athletischer, schneller, aggressiver, spielerisch überlegen und treffsicher – die beste Mannschaft der Liga, wiederholte Elzie seine Meinung. Die Itzehoer hätten einen Sahnetag gebraucht, um die Elche in Bedrängnis zu bringen. Den hatten sie nicht, aber sie boten über die gesamten 40 Minuten vor vollen Rängen am Lehmwohld einen großen Kampf und ließen sich auch bei deutlichem Rückstand nicht hängen. Es sei ein Fight gewesen, auch wenn das Ergebnis nicht danach aussehe, sagte Gästetrainer Dario Jerkic, und das war nicht nur reine Freundlichkeit gegenüber dem unterlegenen Gegner.

Nach fünf Minuten stand es 7:9, dann zeigte sich: Wenn die Eagles einen Fehler machten, waren die Elchinger da. Diese Fehler kamen gegen die starke Verteidigung der Gäste, mehrfach schlug es per Dunk ein im Korb der Itzehoer. Aber spektakulär konnten sie auch: Der gut spielende Fabio Galiano donnerte einen Offensivrebound direkt per Dunk in den Korb und riss die Fans von den Sitzen. Viele gute Würfe bekamen die Eagles im ersten Viertel allerdings nicht, der Rückstand wuchs. Mit einem Dreier kurz vor Viertelende setzte der starke Kapitän Nick Tienarend noch ein wichtiges Signal, das zweite Viertel gehörte zunächst den Eagles. Dreier Johannes Konradt, Dreier Frederik Henningsen, sie kamen heran. Doch gute Chancen vergaben sie und verpassten es auch, sich nach Elchinger Fehlwürfen die Rebounds zu sichern. So wurde aus einem 25:29 schnell wieder ein zweistelliger Rückstand, beim 36:50 zur Halbzeit war die erste Hälfte fast identisch verlaufen wie die in der ersten Partie.

Doch hatten die Eagles in Süddeutschland noch in der zweiten Halbzeit sehr schlecht ausgesehen, so ließen sie sich dieses Mal nicht auseinander nehmen. Elchingen zog zwar auf 20 Punkte davon, kurz vor Ende des Viertels war dieser Abschnitt nach Tienarend-Korb fast ausgeglichen – bis der Elchinger Filmore Beck in der Schlusssekunde noch einen wilden Glückswurf aus neun Metern versenkte. Eine Wende war auch im letzten Viertel nicht in Reichweite: Bis auf 14 Punkte rückten die Eagles noch einmal heran, dann lief auf Elchinger Seite Hayden Lescault heiß und traf binnen kurzer Zeit vier Dreier. Jetzt ging es nur noch darum, die Partie anständig zu Ende zu bringen – und das taten die Eagles. Eindeutige Statistiken: Sie verloren 21 Mal den Ball, die Gäste sieben Mal weniger. Diese holten elf Rebounds mehr, und vor allem warfen sie fast unglaubliche 30 Mal mehr auf den Korb als die Itzehoer.

Elzie blieb nur, sich bei den Zuschauern zu bedanken: „Es war eine Saison mit Höhen und Tiefen – heute war es auf jeden Fall ein Tief.“ Dennoch sei es ein Erfolg gewesen, die Playoffs zu erreichen, in der Spielzeit 2018/19 gelte es, eine Schippe draufzulegen: „Bis nächste Saison!“

Eagles: Nick Tienarend (15, 2 Dreier), Josh Wilcher (11), Nelson Kahler (10), Fabio Galiano (9), Kaimyn Pruitt (8, 1 Dreier, 6 Assists, 7 Rebounds), Johannes Konradt (7, 1 Dreier), Frederik Henningsen (7, 1 Dreier), Lars Kröger (5), Joachim Feimann (1), Daniel Boahene.

 

 

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