Eagles-Gala in Bernau

Wow! Den Itzehoe Eagles ist in der 2. Basketball-Bundesliga ProB ein Paukenschlag gelungen. Beim heimstarken SSV Lokomotive Bernau gelang nicht nur ein Sieg, es war ein triumphaler Abend für die Eagles: Durch ein 95:75 (27:28, 20:21, 23:6, 25:20) nahmen sie die Punkte mit nach Hause.

Und das von einem Team, das die Eagles im Hinspiel beim 99:80 zerlegt hatte und in der Tabelle als Dritter deutlich besser da steht. Wiedergutmachung war das erste Ziel, noch besser eine Revanche. Und einer hatte sich besonders viel vorgenommen: Kaimyn Pruitt, dem sein Coach Pat Elzie eine „unglaubliche Leistung“ bescheinigte. Die ersten acht Eagles-Punkte erzielte der Amerikaner, kaum mehr als eine Minute war gespielt. Dann kam Bernau besser ins Spiel, der Rest des Viertels lief nach immer demselben Muster: Die Gastgeber legten vor, die Itzehoer konterten. Das taten sie im zweiten Abschnitt noch erfolgreicher und gingen leicht in Führung. 39:33 stand es fünf Minuten vor der Halbzeit nach einem Dreier des ebenfalls bärenstarken Josh Wilcher. Eine Auszeit brachte Bernau wieder auf Kurs, zum Wechsel lag der Tabellendritte mit 49:47 vorn.

Aus dem Hinspiel hatten die Eagles ihre Lehren ziehen wollen: Als sie in eigener Halle Druck ausgeübt hätten, seien sie den Bernauern ins offene Messer gelaufen, so Elzie. Das galt es dieses Mal zu vermeiden, die Schnellangriffe der Gegner zu stoppen und gegen die Blöcke besser zu verteidigen. In der zweiten Hälfte lief es wie geplant: „Es war von allen eine ganz tolle Leistung“, freute sich der Coach. Dank Kaimyn Pruitt übernahmen die Gäste die Führung, in der 24. Minute stand es 61:55. Und dann – keine Punkte mehr von Bernau in diesem Viertel. „Das gibt es nicht so oft, dass Bernau in einem Viertel zu Hause nur sechs Punkte macht“, sagte Elzie. Sein Team zog auf 70:55 davon.

Kurz sah es zu Beginn des Schlussabschnitts nach einer Aufholjagd aus, die Gastgeber kamen auf 60:70 heran. Doch Fabio Galiano war für die Eagles zur Stelle, beim 60:76 gut sieben Minuten vor Schluss brauchte Bernau die nächste Auszeit. Doch sie brachte nichts: Der treffsichere Wilcher streute den nächsten Dreier ein, Pruitt war weiterhin überall, der Vorsprung wuchs auf 20 Punkte. Und dieser Abstand blieb bis zum Schluss bestehen.

Das beste Saisonspiel der Eagles? „Auf jeden Fall!“, sagte der Coach. „In der zweiten Halbzeit haben wir wirklich dominiert.“ Er habe es dem Team vorher gesagt: Wenn gut verteidigt werde, laufe es in der Offensive besser, das wiederum mache es in der Verteidigung einfacher. „Ich bin überglücklich, dass wir das hingekriegt haben.“ Jetzt hoffe er, dass auch das letzte Spiel des Jahres so angegangen werde. Gespielt wird dieses Mal am Sonntag: Am dritten Advent um 17 Uhr erwarten die Eagles die Herzöge Wolfenbüttel. Tickets gibt es im Vorverkauf im Büro Jens Köhler (Itzehoer Versicherungen) am Marienburger Platz, bei Vision in der oberen Feldschmiede, in der Central-Apotheke im Oelmühlengang sowie online auf www.ticketflair.de.

Eagles: Kaimyn Pruitt (29, 3 Dreier, 20 Rebounds, 5 Ballgewinne), Josh Wilcher (23, 5 Dreier, 9 Assists, 6 Rebounds), Fabio Galiano (10), Johannes Konradt (9, 1 Dreier), Frederik Henningsen (8), Daniel Boahene (6), Nelson Kahler (5, 2 Blocks), Erik Nyberg (3), Lars Kröger (2), Nick Tienarend, Joachim Feimann, Scotty Liedtke.

 

 

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