Eigener Verein für JBBL und NBBL

Itzehoe soll zwei weitere Teams in der Basketball-Bundesliga bekommen – und zwar im Jugendbereich. Eine Mannschaft in der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) in der Altersklasse U16 sowie ein U19-Team in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL), das ist das Ziel eines neu gegründeten Vereins. Er steht in enger Beziehung mit den Itzehoe Eagles und soll sowohl landesweit als auch bis nach Hamburg hinein aktiv sein. Das zeigt auch der Name:

Eagles-Basketball-Academy (Jugendleistungszentrum) Itzehoe und Hamburg.

Wir wollen leistungsorientierten jungen Basketballern aus der Region eine Möglichkeit bieten, sich sportlich und persönlich weiterzuentwickeln“, sagt Andreas Spengler, 1. Vorsitzender der Eagles-Basketball-Academy. Seit einigen Monaten arbeiten der Pinneberger, der viel Erfahrung aus dem Basketballbereich mitbringt, und seine Lebensgefährtin Tina Hügel, die Schatzmeisterin des neuen Vereins, intensiv bei den Itzehoe Eagles aus der 2. Basketball-Bundesliga ProB mit. Kümmerten sie sich zunächst um die Kooperation mit den Hamburg Sharks, so wurde schnell klar: „Eine eigene Lösung mit Itzehoe als zentralem Anlaufpunkt ist der deutlich bessere Weg für die Zukunft“, sagt der Vorsitzende. „Es gibt so viele Talente gerade entlang der Autobahn 23, aber auch in den anderen Bereichen des Landes – diese wollen wir fördern.“

Besonders freut er sich, dass ein Wunschkandidat die Basketball-Akademie aufbaut: 2. Vorsitzender des Vereins und sportlicher Leiter ist Flavio Stückemann, Guard bei den Itzehoe Eagles mit viel Erfahrung aus der Bundesliga, der A2-Nationalmannschaft und als Kapitän der U20-Nationalmannschaft. „Mehr Basketball-Expertise geht kaum“, betont Spengler. Die Akademie will eng kooperieren mit den Landesverbänden in Schleswig-Holstein und Hamburg, der Blick geht aber auch darüber hinaus: „Durch unser Netzwerk und das der Itzehoe Eagles können wir motivierten jungen Basketballern eine sehr gute Perspektive bieten, sportlich wie beruflich.“

Das alles beruhe auf einem durchgängigen Konzept, das gemeinsam mit den Itzehoe Eagles und ihrem Headcoach Pat Elzie umgesetzt werde. Der Einstieg für die Kinder aus der Region ist das Nachwuchsprogramm Assist, die größten Talente können sich in JBBL und NBBL weiterentwickeln, um dann möglichst den Sprung in den Kader der Zweitliga-Mannschaft im Herrenbereich zu schaffen. „Das ist genau der Unterbau, den wir als Verein brauchen“, sagt Volker Hambrock, Vorsitzender der Itzehoe Eagles. Die Jugendarbeit habe einen extrem hohen Stellenwert bei den Eagles, entsprechend stark wachse der Verein. Jetzt werde die nächste Stufe in Angriff genommen, und die enge Verbundenheit beider Vereine dokumentiert Hambrock selbst: Er ist Beisitzer im Vorstand der Basketball-Academy.

Die Strukturen des neuen Vereins stehen, die Trainer sind gefunden, die Teams aber noch nicht. Deshalb hat die Akademie Termine für Tryouts festgelegt, bei denen sich interessierte Spieler der Jahrgänge 2002 bis 2004 (für die JBBL) sowie 1999 bis 2001 (für die NBBL) vorstellen können. Die JBBL-Tryouts finden Sonnabend, 25. Februar, von 10 bis 12 Uhr sowie Sonnabend, 18. März, von 12 bis 15 Uhr jeweils in der Gutenberghalle statt. Für die NBBL sind die Termine am Sonntag, 26. Februar, 12.30 bis 16 Uhr, sowie Sonntag, 12. März, 11 bis 14 Uhr, jeweils im Sportzentrum am Lehmwohld. Anmeldungen mit der Angabe von Name, Alter, Geburtsdatum, Verein, Liga und Spielerfahrung gehen per Mail an tryout@eagles-basketball.de.

Das Projekt startet mit hohem Tempo, aber ohne Druck, wie Spengler betont: „Es ist nicht so, dass wir uns in diesem Jahr für JBBL und NBBL qualifizieren müssen. Wir wollen die Qualifikation aber spielen, um die Erfahrung mitzunehmen – denn diese hilft in jedem Fall beim weiteren Aufbau der Academy.“

 

NBBL-Spiel am Lehmwohld

Jugend-Basketball auf höchstem deutschen Niveau wird Sonnabend in Itzehoe geboten. In der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga NBBL treffen die Sharks Hamburg, Kooperationspartner der Itzehoe Eagles, um 15 Uhr im Sportzentrum am Lehmwohld auf die AB Baskets aus Berlin. Der Eintritt ist frei, für ein Catering ist gesorgt.

Diverse Spieler aus den Itzehoer Reihen gehören zum Team der Sharks. Leon Hutter, Ole Friedrichs und Scotty Liedtke sind Eigengewächse der Eagles, von den Sharks wiederum spielen Enno Lütjens, Jeffrey Spengler und Devan Heißenberg auch für die zweite Herrenmannschaft der Eagles in der Oberliga. Dort sind sie auf Meisterschaftskurs, in der NBBL dagegen läuft es für die Sharks bislang nicht: Als punktloser Tabellenletzter warten sie noch immer auf den ersten Saisonsieg.

Das Heimspiel der Sharks in Itzehoe ist eine Premiere in dieser Saison – und es ist die erste Gelegenheit seit fast sieben Jahren, NBBL-Basketball am Lehmwohld zu sehen. Damals hatten die Eagles für eine Saison ein Team gestellt in der höchsten deutschen Liga für die Altersklasse U19.

 

 

 

 

Der Headcoach erzählt

New York im Jahr 1984. Eigentlich will Patrick Elzie nur feiern. Doch plötzlich findet er sich in einem ernsthaften Streit mit einem anderen Mann wieder. Der ist nicht irgendwer – sondern der Neffe von Mafiaboss John Gotti. Elzie und sein Freund sehen zu, dass sie wegkommen. Danach fällt ihm die Entscheidung über seine Zukunft nicht mehr schwer: Wenige Tage später fliegt Elzie nach Deutschland und startet eine Karriere als Basketballspieler und -trainer. Vieles hat der heute 56-Jährige seither erlebt. In der Autobiografie „Teamplayer“ ist es jetzt zu lesen.

„Ich wäre nie auf den Idee gekommen, ein Buch zu schreiben“, sagt Elzie, der seit Juli 2015 die Itzehoe Eagles aus der 2. Basketball-Bundesliga ProB trainiert. „Erstmal war ich total baff.“ Verantwortlich dafür war Dr. Klaus Schütz: Der pensionierte Lehrer, Jahrgang 1950, war selbst Zehnkämpfer, betreute viele Jahre erfolgreiche Bahnradsportler und konzentriert sich seit 2005 auf Basketball, unter anderem als Athletiktrainer und als Vorstandsmitglied der BBG Herford aus der 1. Regionalliga West. Als sein Sohn Julian bei Rasta Vechta und Pat Elzie vorspielte, lernte Schütz den Coach kennen. „Seitdem habe ich Pats beeindruckenden Werdegang weiter verfolgt“, sagt der Autor, der bereits einige Sportbücher verfasste.

Der erste Plan sei ein Basketball-Roman über einen Trainer aus den USA gewesen. Pat Elzie diente als Vorbild, doch Schütz war schon mit dem ersten Kapitel unzufrieden. So entstand die Idee zur Autobiografie, und der Coach ließ sich überzeugen. In vielen Treffen zeichnete Schütz die Lebensgeschichte Elzies auf, erst in Vechta, später in Itzehoe.

Elzie wuchs in Missouri auf, auch Einblicke in die Zeit der Rassentrennung in Amerika fehlen in „Teamplayer“ nicht. Es gehe ihm nicht darum, mit dem Buch Geld zu verdienen oder sich selbst darzustellen, sagt Elzie. Er hoffe einfach, dass es für das Publikum interessant, gut zu lesen und unterhaltsam sei. Das Werk schildere nicht sein ganzes Leben, enthalte aber zentrale und auch witzige Geschehnisse. „Und es gibt einen kleinen Einblick hinter die Kulissen im Profi-Basketball.“

Seine Basketball-Karriere verbrachte Elzie vorwiegend in Deutschland, war aber auch Nationaltrainer in Syrien und als Coach auf Zypern aktiv. Heute ist er ein „gefühlter Amerikaner mit deutschem Pass“, Deutschland sei seine zweite Heimat vor allem wegen der beiden Ehen und der drei Kinder, von denen zwei in Hamburg leben. „Teamplayer“ schildert viele Erfolge aus Elzies Sportlerleben, aber auch eine Reihe unschöner Erlebnisse. „Manche werden es lesen und denken: Warum tut er sich das an?“, weiß der 56-Jährige. Seine Antwort: „Ich liebe diesen Sport, und die Liebe zum Sport ist immer weiter gewachsen.“

Fast nebenbei lernt der Leser den Menschen Pat Elzie kennen, der sich stets für den Nachwuchs einsetzte und sozial engagierte. „Wo auch immer er unterwegs war, lernte er Menschen kennen, berührte sie mit seiner herzlichen Art, baute sie auf und förderte sie“, schreibt im Vorwort Markus Röwenstrunk, Coach der BBG Herford und einer von vielen, die von Elzie auf ihrem Weg unterstützt wurden. Röwenstrunk erlebte bei Rasta Vechta, wie Elzie aus einem Kleinstadtverein einen Erstligisten machte und eine ganze Region für Basketball begeisterte. „Ein Märchen“, wie der Trainer selbst sagt. In Itzehoe fand er ganz ähnliche Bedingungen vor, seitdem geht es steil bergauf. Also vielleicht der Auftakt für ein zweites Märchen? Ein breites Lächeln: „Das wäre schön.“

„Teamplayer“ ist erschienen im Self-Publishing bei „Books on Demand“, ISBN 3743102455,
EAN 9783743102453, 248 Seiten, 9,99 Euro. In Itzehoe ist es erhältlich im Bücher-Känguru, außerdem beim Heimspiel der Eagles am Sonntag, 18. Dezember, 17 Uhr, im Sportzentrum am Lehmwohld gegen Lok Bernau.

 

 

Ran an das Fantrikot

Die Suche nach dem richtigen Weihnachtsgeschenk für den Eagles-Fan hat ein Ende:

 

Das neue FORTHREE-Trikot, mit dem die Spieler der Itzehoe Eagles in der Spielzeit 2016/2017 auflaufen, ist ab sofort im Onlineshop erhältlich. Die verfügbaren Größen sind XXS, XS, S, M, L, XL, XXL, XXXL und XXXXL. Unverbindliche Preisempfehlung für das Trikot inkl. Nummer und Spielername: 49,99€.

Die klassische Farbgebung in Weiß/Schwarz kombiniert mit einem knalligen Orange in edlem Jacquard Mesh sorgen für eine matt-glänzende Optik. Klassische Elemente bestimmen das Design: Vereinswappen, Nummern und Teamname sind vollflächig in Sublimationstechnik aufgedruckt. Die komfortable ‚DRI-Fit‘-Konstruktion des Trikots sorgt für ständige Belüftung und schnellen Feuchtigkeitsabtransport.

Das Trikot ist ab sofort für 49,99€ im Fanshop und im Onlineshop erhältlich!

Einladung zum U16-Nationalteam

Er ist 14 Jahre alt – doch mit seinen Leistungen auf dem Basketballfeld hat sich Semjon Weilguny bereits in den Kreis der U16-Nationalmannschaft gespielt.Der Aufbauspieler aus der Jugend der Itzehoe Eagles ist vom Nationaltrainer zum Nominierungslehrgang der U16 kurz vor Weihnachten eingeladen worden.

Zum Kreis der U15-Nationalmannschaft gehört Semjon Weilguny bereits. Beim Bundesjugendlager in Heidelberg hatte er sich für das Leistungscamp in der letzten Woche des Jahres qualifiziert. Jetzt hat er auch die Aufmerksamkeit des U16-Nationaltrainers erregt. Der 14-Jährige besucht am Olympia-Stützpunkt Hamburg/Schleswig-Holstein das Sportinternat und erzielt für die Piraten Hamburg in der Jugend-Basketball-Bundesliga JBBL fast 19 Punkte im Schnitt. Für seinen Heimatverein Eagles ist er in der U18-Oberliga aktiv.

Und noch ein Eagles-Spieler rückt nahe heran an die Nationalmannschaft: In der Altersklasse U18 ist Enno Lütjens zum Nominierungslehrgang in Heidelberg eingeladen worden. Er spielt für den Eagles-Kooperationspartner Sharks Hamburg in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga NBBL und verstärkt die zweite Herrenmannschaft der Eagles in der Oberliga.

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