Alles Gute, Kapitän Kosta!

Die Itzehoe Eagles spielen in der kommenden Saison in der 2. Basketball-Bundesliga ohne Kosta Karamatskos. Den 31-jährigen Aufbauspieler zieht es zurück in seine schwäbische Heimat, sein neuer Verein ist Regionalligist Schwenningen. In den drei Jahren bei den Eagles absolvierte er erfolgreich eine Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann und war von Beginn an eine zentrale Figur im Team, die größte Zeit davon als Kapitän. „Kostas Abschied ist aus sportlicher und auch menschlicher Sicht nur zu bedauern, er ist eines der Gesichter der Eagles“, sagt Teammanager Stefan Flocken. Doch in den Verhandlungen über einen neuen Vertrag sei man sich nicht einig geworden. „Wir danken Kosta sehr für seinen Einsatz für die Eagles und wünschen ihm alles Gute für die Zukunft. Er ist hier im Norden immer willkommen.“

 

Weltrekord in Grün-Weiß

 

Wer Weltrekordler werden will, muss früh aufstehen. Doch es hat sich gelohnt: 627 Teilnehmer haben Itzehoe am 15. Juli zur Weltrekordstadt gemacht. Sie absolvierten auf dem gesperrten Juliengardeweg die „Largest basketball lesson“. Veranstalter der weltgrößten Übungsstunde war die Novitas BKK, die sportliche Unterstützung kam von den Itzehoe Eagles.

Bereits um 7.30 Uhr begann die Registrierung am Sitz der Novitas BKK, denn der Rekordversuch musste pünktlich zum Beginn des Streetball-Turniers ITZEbasket abgeschlossen sein. Schnell war klar: Es sind genügend Menschen da, denn der bisherige Rekordhalter Land O'Lakes aus Minnesota in den USA hatte es auf 339 Teilnehmer gebracht. Aber die Anzahl allein war nicht entscheidend für den gelungenen Guinness World Record – es musste auch eine halbe Stunde lang trainiert werden.

Zunächst erhielten die Teilnehmer ihren grün-weißen Spalding-Ball, dann wurden sie auf die Coaches verteilt: 20 Trainer der Eagles leiteten die Übungen, jeder war für mehr als 30 Teilnehmer zuständig. Eagles-Cheftrainer Pat Elzie hatte die Einheit so konzipiert, dass jeder mitmachen konnte: Dribbeln, Passen, Ballgefühl, die Teilnehmer hatten im Wortsinne alle Hände voll zu tun. Über den ordnungsgemäßen Ablauf des Trainings wachten insgesamt 20 Stewards und 16 Streckenposten, damit die Auflagen von Guinness World Records erfüllt wurden. Die Entscheidung lag schließlich bei Deutschlands einziger Weltrekordrichterin Lena Kuhlmann aus Hamburg.

Um 9.35 Uhr ertönte die Sirene für das offizielle Ende der Trainingseinheit. Alle Teilnehmer bewegten sich zur großen Bühne auf das Parkdeck des Holstein-Centers und erwarteten gespannt das Urteil der Richterin. Schließlich gab sie bekannt: „627 Teilnehmer machten insgesamt mit – damit kommt der neue Weltrekord aus Itzehoe. Ihr seid, wie wir bei Guinness World Records sagen, Officially Amazing!“

Jubel bei den Teilnehmern, und zum Schluss wurden synchron die Bälle in die Luft geworfen. Ein starkes Schlussbild für eine ganz starke Aktion!

 

 

 

 

Spenden sammeln für die Jugend

 Basketball regiert Sonnabend, 15. Juli, in der Itzehoer Innenstadt: Die Itzehoe Eagles und die Itzehoer Versicherungen veranstalten zum zweiten Mal das Streetball-Turnier ITZEbasket. Diese Gelegenheit nutzt der dm-Markt am La-Couronne-Platz für eine Spendenaktion. „Wir unterstützen gern Itzehoe“, sagt Filialleiterin Kerstin Thämlitz. Das gelte für verschiedene Einrichtungen, „jetzt ist es für die Jugend“. Genauer: für die stark wachsende Jugendarbeit der Eagles.

Dafür wird Johannes Konradt aus der ersten Herrenmannschaft, die in der 2. Basketball-Bundesliga ProB spielt, eine Stunde lang arbeiten: In der Mittagspause des Streetball-Turniers sitzt er von 12.30 bis 13.30 Uhr an der dm-Kasse. „Alles, was in dieser Stunde über diese Kasse eingenommen wird, wird gespendet“, sagt Kerstin Thämlitz. Der Basketballer werde dabei natürlich von einer Fachkraft des Drogeriemarktes unterstützt. Eine Mitarbeiterin hatte die Idee zu der Aktion, und Johannes Konradt war sofort dabei: „Ich habe selbst als Kind bei den Eagles angefangen, jetzt helfe ich natürlich gern dabei, unseren Nachwuchs zu fördern.“ An einer Kasse habe er zwar noch nie gesessen, aber das ist kein Problem für den 22-Jährigen: „Ich freue mich auf viele Kunden!“

 

Shooting Gun für die Eagles

 

Die Spieler der Itzehoe Eagles haben einen neuen Trainingsgefährten, frisch eingetroffen aus den USA: eine Wurfmaschine, auf Englisch Shooting Gun. Offiziell übergeben wurde sie beim Summary Cup im großen Festzelt auf dem Gelände des Itzehoer SV. Die Firma Summary beschaffte das Gerät, und das ist durch die Aufschrift auf der Seite deutlich zu sehen: Er zeigt nicht nur das Firmenlogo, sondern auch den Slogan „Wir sind Itzehoer“.

Denn darum geht es Summary-Geschäftsführer Stephan Sander: „Wir fühlen uns der Stadt eng verbunden und wollen ihre Entwicklung unterstützen, wo wir können.“ Die Shooting Gun sei hoffentlich eine wichtige Ergänzung bei den Eagles, sagte Finanzvorstand Olaf Schwarz. Das sei sie allerdings, so Eagles-Cheftrainer Pat Elzie. Mit einem großen Netz fängt die Maschine die Bälle auf und passt sie automatisch dem trainierenden Spieler wieder zu. Oder den trainierenden Spielern: Die Gun kann über diverse Positionen schwenken, viele Einstellungen wie beispielsweise die Wurffrequenz oder die Anzahl der Würfe pro Position können verstellt werden. „Damit kann man die Spieler sehr schön in die Gänge bringen“, sagt Elzie. Und es spare Zeit, weil deutlich mehr Würfe möglich seien als mit menschlichen Passgebern. „Damit können wir wirklich professionell trainieren – und zwar nicht nur die erste Herrenmannschaft, sondern alle Teams im Verein.“

 

 

 

 

Glückwunsch an Kaufmann Kosta!

Drei Jahre lang Ausbildung bei clever-fit und Zweitliga-Basketball parallel – Kosta Karamatskos hat die Herausforderung bewältigt. Die Prüfung ist bestanden, jetzt kann sich der 31-Jährige Sport- und Fitnesskaufmann nennen.

 

Gratulation, Kosta! Man darf annehmen, du bist froh und glücklich?

Mehr als glücklich, definitiv. Jetzt sind drei Jahre vorbei mit dem Doppelstress, Ausbildung, Basketball spielen, hin und her fahren zur Berufsschule. Da ist man erleichtert und froh, das jetzt in der Tasche zu haben.

 

Wie hast du die drei Jahre erlebt?

Ich hatte davor lange nicht die Schulbank gedrückt. Dann mit Ende 20 wieder in die Schule und zu jüngeren Mitschülern – aber es war in Ordnung, es war eine coole Klasse mit coolen Leuten, sie haben es einem einfach gemacht. Es braucht halt Disziplin, man muss dran bleiben und darf es nicht schleifen lassen, wieder seinen Rhythmus bekommen, was die ganzen Anforderungen angeht. Die Arbeit im Fitness-Studio hat auch Spaß gemacht, das ist das, was ich auch in Zukunft machen möchte. Es hat auf jeden Fall gepasst.

 

Und die Situation bei den Eagles war so, wie du es dir vorgestellt hast?

Ja, sehr gut. Alle, vor allem Stefan (Teammanager Stefan Flocken), haben mich immer unterstützt, auch der Coach hat mir immer den Freiraum gegeben. Dafür ist er bekannt, er hat immer gesagt: Arbeit und Studium gehen vor. Es hat immer einwandfrei funktioniert.

 

Das heißt, du kannst die Kombination Ausbildung und Basketball bei den Eagles empfehlen?

Definitiv. Da gibt es gar keine Probleme. Wenn zu lernen ist für Klausur oder Abschlussprüfung, haben Coach und Management das immer verstanden. Da gab es wirklich nichts zu bemängeln.

 

Bleibt die Frage: Und nun?

Ich würde gern hier einen Teilzeitjob finden. Vertraglich haben wir bei den Eagles noch keine Einzelheiten besprochen, Interesse besteht von beiden Seiten. Mir ist wichtig, dass wir diese Teilzeitstelle noch hinbekommen. Die Suche läuft, wir werden sehen, was noch passiert und ob das alles passt.