Jetzt kommt Bernau

Ein Sieg muss her. Das war die Situation vor dem jüngsten Heimspiel der Itzehoe Eagles in der 2. Basketball-Bundesliga. Gegen die Cuxhaven Baskets funktionierte das eindrucksvoll beim 104:74. Nun ist die Ausgangslage sehr ähnlich, doch dieses Mal geht es gegen den Tabellendritten: Lok Bernau kommt Sonnabend um 19.30 Uhr ins Sportzentrum am Lehmwohld.

Ein sehr starker Gegner“, sagt Eagles-Coach Pat Elzie nach dem Studium diverser Videos. „Die spielen super aggressiv in der Verteidigung, da müssen wir auf der Hut sein.“ Der Kooperationspartner von Bundesliga-Spitzenreiter Alba Berlin habe viele sehr gut ausgebildete junge Spieler im Kader, hinzu kämen starke Ausländer. Das Team aus Brandenburg hat zu Hause alles gewonnen, zwei von drei Partien auswärts dagegen verloren. Elzie hofft auf den Heimvorteil, warnt aber: „Das wird ein sehr schwieriges Spiel.“

Doch so langsam brauchten die Eagles, derzeit Zehnter, mehr Pluspunkte, stellt der Coach fest. „Sonst bauen wir uns selbst ein Loch, aus dem schwer herauszukommen ist.“ Deshalb zählt für ihn gegen Bernau nur der Sieg, und das 77:87 am Reformationstag bei den Artland Dragons machte zumindest Mut: „Ich habe wirklich gute Fortschritte gesehen trotz der Niederlage. Ich hoffe, es wird von Spiel zu Spiel besser.“

Wie immer begleitet die Showtanzgruppe Eagles Fighters die Partie, in der Halbzeitpause präsentieren sich zudem „Obsession 2 Passion“ vom Tanzsportclub Blau-Gold Itzehoe. Tickets gibt es im Vorverkauf im Büro Jens Köhler (Itzehoer Versicherungen) am Marienburger Platz, bei Vision in der oberen Feldschmiede, in der Central-Apotheke im Oelmühlengang sowie online auf www.ticketflair.de. Einlass ab 18 Uhr.

 

Großer Kampf reicht nicht

Sie kämpften, sie spielten durchaus gut – aber es reichte nicht für die Itzehoe Eagles. Bei den Artland Dragons verloren sie in der 2. Basketball-Bundesliga ProB am Reformationstag mit 77:87 (18:17, 19:25, 16:18, 24:27).

Mit einer taktischen Überraschung fingen die Eagles an: Sie liefen ohne gelernten Aufbauspieler auf, Kaimyn Pruitt übernahm diese Rolle. Der Plan ging auf, Nelson Kahler erzielte schnell die ersten vier Punkte für die Gäste, nach Pruitts Korbleger zum 10:2 und erst drei Minuten brauchten die Dragons eine Auszeit. Die Gastgeber stellten um auf Zonenverteidigung: Es habe Probleme in den direkten Duellen gegeben, erklärte Coach Florian Hartenstein hinterher. Nun hatten es die Itzehoer schwerer, zu guten Abschlüssen zu kommen, und es zeigte sich das Problem, das sie den Rest der Partie begleiten sollte – dasselbe Problem, das sich durch die Saison zieht: „Wir treffen nicht so, wie ich mir das vorstelle“, so Coach Pat Elzie. Hinzu kamen einige Probleme unter dem eigenen Korb, wo Lars Kröger schnell drei Fouls kassierte. Dennoch hielten die Eagles eine Ein-Punkt-Führung nach dem ersten Viertel.

Danach lagen zwar schnell die Dragons vorn, doch die Eagles konterten. Erik Nyberg traf, gerade von der Bank gekommen, einen Dreier, Josh Wilcher punktete mit einer seiner unnachahmlichen Aktionen zum Korb trotz eines Foulspiels und versenkte auch den Freiwurf: 26:24. Erst in der 15. Minute erzielte Pierre Bland, zentraler Akteur beim Tabellenzweiten aus Quakenbrück, von der Freiwurflinie seinen ersten Punkt, doch andere sprangen in die Bresche mit guter bis sehr guter Trefferquote, zudem hatten die Itzehoer ihre Probleme mit der Wucht von Andre Calvin (23 Punkte). Mit einem 37:42-Rückstand ging es in die Halbzeitpause.

Auch nach dem Wechsel waren die Eagles weiter gut im Spiel. Doch die Gastgeber trafen einfach besser: Am Ende hatten sie 52 Prozent ihrer Würfe aus dem Feld verwertet, die Eagles nur 42 Prozent, wobei allein Kaimyn Pruitt und Fabio Galiano sicher abschlossen. Das Positivste hob Elzie hervor: „Ich bin stolz auf meine Jungs, wie sie sich präsentiert haben. Sie haben nicht aufgegeben – das war nicht immer so in dieser Saison.“

Mit ihrem Kampfgeist, für den auch 17 Offensivrebounds sprachen, verkürzten die Eagles im dritten Viertel einen Zehn-Punkte-Rückstand wieder auf fünf Zähler, 53:60 stand es vor dem Schlussabschnitt. Und erneut dasselbe Bild: Fehlwürfe gegen die Zone, ein zweistelliger Rückstand, der wieder bis auf 60:66 schrumpfte. Doch die nächsten Offensivaktionen gingen schief, die Dragons nutzten das sofort und entschieden die Partie. „Die bessere Mannschaft hat gewonnen“, stellte Elzie fest. Die volle Konzentration der Eagles gilt jetzt dem kommenden Heimspiel: Sonnabend um 19.30 Uhr geht es am Lehmwohld gegen das nächste Spitzenteam: SSV Lok Bernau.

Eagles: Kaimyn Pruitt (18, 9 Rebounds, 7 Assists), Josh Wilcher (17, 2 Dreier), Frederik Henningsen (15, 1 Dreier), Johannes Konradt (8, 2 Dreier), Nelson Kahler (6), Fabio Galiano (5), Nick Tienarend (3, 1 Dreier), Erik Nyberg (3, 1 Dreier), Lars Kröger (2), Joachim Feimann, Scotty Liedtke.

Adler reisen zu den Drachen

Ein Spiel mitten in der Woche – das gibt es selten für die Itzehoe Eagles. Der Reformationstag macht es möglich: Dienstag um 19.30 Uhr treten die Itzehoer in der 2. Basketball-Bundesliga ProB bei den Artland Dragons an.

Coach Pat Elzie hofft, dass sein Team den Schwung aus dem 104:74-Heimsieg gegen Cuxhaven mitnimmt in diese Partie und das folgende Heimspiel gegen Bernau. „Wenn wir so spielen wie gegen Cuxhaven, haben wir auf jeden Fall gute Chancen.“ Eine starke kämpferische Einstellung, eine gute Wurfquote mit mehr als 50 Prozent aus dem Zweier- und Dreierbereich, dazu noch 21 Assists, die für ein gutes Teamspiel sprachen – „das baut die Mannschaft auf“.

Aber es braucht auch eine starke Leistung, um in Quakenbrück zu bestehen. „Ein sehr starkes Team, sehr kompakt und erfahren“, sagt Elzie. Am vergangenen Wochenende gewannen die Dragons klar in Bochum, mit nur einer Niederlage stehen sie auf dem zweiten Platz. Mit Pierre Bland, aus Bernau gekommen, verfügten die Gastgeber über einen „Top-Spieler“, hinzu kommen Andre Calvin als zweiter Amerikaner, zwei Litauer und der 2,13 Meter große Belgier Gilles Dierickx sowie der Ex-Hamburger Leon Bahner, „ein Top-Verteidiger in der Mitte“, so Elzie. Doch davon wollen sich die Eagles nicht einschüchtern lassen: „Wir müssen an unsere Stärken anknüpfen – dann können wir diese Mannschaft schlagen.“

104:74! Eagles schlagen Cuxhaven

„Wir brauchen einen Befreiungsschlag.“ Das sagte Pat Elzie, Coach der Itzehoe Eagles, vor dem Spiel der 2. Basketball-Bundesliga ProB gegen die Cuxhaven Baskets. Und was sagte er nach der Partie? „Es war vielleicht einer, man weiß es nicht. Wir werden es sehen beim nächsten Spiel.“ Für die mehr als 600 Zuschauer jedenfalls fühlte es sich wie ein Befreiungsschlag an: Die Eagles spielten stark und siegten 104:74 (26:21, 24:22, 31:16, 23:15). Einmal führte der Aufsteiger von der anderen Elbseite – mit 4:2. Kaimyn Pruitt und Johannes Konradt mit Dreiern holten die Führung, Nelson Kahler vollendete per Dunk, Nick Tienarend traf trotz eines Fouls: Beim 13:4 nach dreieinhalb Minuten brauchte Cuxhaven die erste Auszeit. Danach ging es etwas zäher weiter, die Eagles machten einige Fehler, die Gäste spielten sich Dreier heraus und blieben dran. Schon in der frühen Phase des Spiels zeigte sich: Kaimyn Pruitt war überall. Am Ende hatte er nicht nur – wie so oft – zweistellig gepunktet und gereboundet, sondern auch sechs Vorlagen gegeben, zwei Ballgewinne geholt und einen Wurf geblockt. „Ein tolles Spiel mit einer unglaublichen Effizienz“, lobte Elzie, „wohl das beste, seit er hier ist.“ Das zweite Viertel verlief ähnlich wie das erste, nun trug vor allem Josh Wilcher sein Team mit insgesamt 15 Punkten in der ersten Hälfte und nur einem Fehlwurf. Der Vorsprung wurde zweistellig, dann konnte Cuxhaven wieder verkürzen. Wieder einmal vermisste Elzie bei seinem Team den Killerinstinkt, sich auch einmal vorentscheidend abzusetzen. So war beim 50:43 zur Halbzeit noch alles drin für die Baskets. Nicht mehr mit von der Partie war da auf Eagles-Seite Joachim Feimann, der nach einem Schlag ins Gesicht eine Notversorgung beim Zahnarzt brauchte. Aufpassen im oft schwachen dritten Viertel, das nahmen sich die Eagles vor. Erst kamen die Gäste unter dem Korb zum Zug und bis auf drei Punkte heran. Aber dann: Immer wieder brachten die Eagles Kahler ins Spiel, auch Pruitt war nicht zu halten, die Defensive stand. Die Eagles landeten einen fünfminütigen 19:0-Lauf, Höhepunkt war Pruitts krachender Dunk nach schönem Pass von Kahler. Der treffsichere Konradt schraubte den Vorsprung auf 20 Punkte, und er war es auch, der mit einem Ballgewinn acht Sekunden vor Viertelende den Schlussakkord vorbereitete: Frederik Henningsen versenkte den Dreier mit der Sirene zum 81:56. Der Leistungsträger habe sich an diesem Abend ein wenig aus dem Loch der vergangenen Wochen befreit, sagte Elzie. Die Wurfquote aus dem Feld hatte zwar Luft nach oben, doch Henningsen war auch mit sieben Rebounds und vier Assists zur Stelle. Das letzte Viertel brachte etwas weniger Schwung, aber doch Höhepunkte wie Fabio Galianos Dunk nach Pruitt-Pass und einen lange nicht gesehenen Moment: Mit zwei Freiwürfen machte Wilcher 83 Sekunden vor dem Ende die 100 Punkte für die Eagles perfekt. Zwar gab es Aktionen in der Schlussphase, die Elzie als zu locker kritisierte, doch insgesamt freute er sich über eine sehr engagierte Leistung, auf dem Feld und auf der Bank. Beispiel: Bei nur noch 15 Sekunden Spielzeit schmiss sich Erik Nyberg nach einem Ball und holte den letzten Ballgewinn der Partie. „Diese kämpferische Einstellung müssen wir für die nächsten Spiele behalten“, so Elzie. Denn eine „englische Woche“ mit starken Gegnern steht an: Bereits am Dienstag geht es weiter mit der Partie bei den Artland Dragons, am Sonnabend folgt das nächste Heimspiel gegen Bernau. Eagles: Josh Wilcher (26, 2 Dreier), Kaimyn Pruitt (19, 1 Dreier, 16 Rebounds, 6 Assists), Frederik Henningsen (16, 1 Dreier, 7 Rebounds), Johannes Konradt (13, 3 Dreier), Nelson Kahler (13, 8 Rebounds, 3 Blocks), Nick Tienarend (9, 2 Dreier), Fabio Galiano (6), Joachim Feimann (2), Erik Nyberg, Lars Kröger.

Ein Sieg ist Pflicht

Erst ein Sieg aus fünf Spielen – das ist die Bilanz der Itzehoe Eagles in der 2. Basketball-Bundesliga ProB. Nicht anders sieht es beim nächsten Gegner aus: Die Cuxhaven Baskets rangieren nur einen Platz hinter den Eagles. Sonnabend erwarten die Itzehoer die Niedersachsen im Sportzentrum am Lehmwohld. Beginn ist um 19.30 Uhr. „Cuxhaven ist punktgleich mit uns, und deshalb ist das Spiel natürlich sehr wichtig“, sagt Eagles-Coach Pat Elzie. Es sei eine Partie, die gewonnen werden müsse – „wir müssen einfach mit diesem Druck umgehen als Team“. Dass der Druck da ist, liegt an den durchwachsenen ersten Wochen der Saison: Platz zehn mit nur einem Sieg, das hatte man sich im Eagles-Lager anders vorgestellt. Die Cuxhavener sind Aufsteiger aus der 1. Regionalliga, und ihre Tabellensituation könnte besser sein. Gegen Spitzenteams hielten sie gut mit, führten sogar zuletzt zur Halbzeit deutlich gegen Rostock. Doch dann kam „das verflixte dritte Viertel“, zum wiederholten Male verloren die Baskets nach der Halbzeit den Faden und schließlich das Spiel – das ist etwas, was sie mit den Eagles gemeinsam haben. Das Team der Gäste sei jung und sehr athletisch, und mit Terence Smith habe es einen der gefährlichsten Spieler der Liga, sagt Elzie. „Wir müssen besser verteidigen als zuletzt, um einen Sieg zu landen.“ Dafür werde das Team alles geben, um die jüngsten Enttäuschungen, auch in eigener Halle, vergessen zu machen. Dennoch hätten die Zuschauer die Mannschaft immer weiter angefeuert, sagt Elzie. „Ich hoffe, wir bekommen weiterhin die tolle Unterstützung unserer Fans, und dass sie die Lehmwohldhalle zum Kochen bringen.“ Das Spiel gegen die Baskets soll die Wende in der Saison bringen: „Wir brauchen einen Befreiungsschlag.“ Tickets gibt es im Vorverkauf im Büro Jens Köhler (Itzehoer Versicherungen) am Marienburger Platz, bei Vision in der oberen Feldschmiede, in der Central-Apotheke im Oelmühlengang sowie online auf www.ticketflair.de. Einlass ist ab 18 Uhr.
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