14 Dreier zum Sieg in Essen

Nur noch wenige Sekunden zu spielen. Die Itzehoe Eagles haben den Ball, schließlich landet er bei Kaimyn Pruitt an der Drei-Punkte-Linie. Der Amerikaner zieht ab – und an diesem Abend kann er aus der Distanz einfach nicht daneben werfen. Der sechste Treffer beim sechsten Dreierversuch ist das Sahnehäubchen an einem höchst gelungenen Abend für die Eagles: In der 2. Basketball-Bundesliga ProB gewinnen sie die wichtige Partie bei den ETB Wohnbau Baskets Essen deutlich mit 99:78 (35:21, 22:28, 18:12, 24:17).

Die Itzehoer auf Platz sieben, Essen punktgleich direkt dahinter, das war die Ausgangslage. Eagles-Coach Pat Elzie schickte eine ungewöhnliche erste Fünf aufs Feld, zu der auch Erik Nyberg gehörte. „Wir wollten viel Druck ausüben“, erklärte Elzie. Es sei aber auch darum gegangen, Spielern wie Nyberg zu zeigen, dass sie wichtig für die Mannschaft seien. Der 21-Jährige zahlte das Vertrauen zurück: „Er hat seinen Job gut gemacht“, so Elzie. Und dasselbe sagte er über den Rest des Teams.

Zwei Mal lagen die Gastgeber zu Beginn des Spiels vorn. Es sollten ihre einzigen Führungen bleiben, denn die Eagles zeigten sogleich ihr heißes Wurfhändchen: Drei Minuten waren gespielt, da hatten der überragende Kaimyn Pruitt und Nick Tienarend schon jeweils zwei Dreier versenkt. „Wir waren super fokussiert am Anfang“, so Elzie. Womöglich ein Grund dafür: Die Itzehoer waren bereits am Vortag angereist und hatten deshalb keine lange Autofahrt in den Beinen. Defensiv wurden noch nicht alle Vorgaben umgesetzt, sodass auf Essener Seite besonders Montrael Scott (17 Punkte in der ersten Halbzeit) dagegen halten konnte. Doch das Angriffsspiel der Gäste rollte, 35 Punkte nach dem ersten Viertel sagen alles. Dass sie mit einem eher zähen zweiten Viertel den Gastgebern einen Weg zurück ins Spiel ebneten, gefiel Elzie dann allerdings weniger. Beim 57:49 zur Halbzeit war der Vorsprung auf acht Punkte geschrumpft.

Im dritten Viertel dominierte die Defensive, vor allem bei den Eagles. Scott, der in den zweiten 20 Minuten nur noch vier Zähler erzielte, hatten sie jetzt im Griff, mit wechselnder Defensivtaktik machten sie Essen das Leben schwer. In den ersten sechseinhalb Minuten gelang den Gastgebern nur ein Punkt, „in der zweiten Halbzeit haben wir wirklich gut verteidigt“, stellte der Eagles-Coach fest.

Mit 75:61 ging es in das letzte Viertel, aber: „Entschieden ist das Spiel noch nicht, das ist der einzige Vorwurf, den man den Itzehoern machen kann“, so der treffende Kommentator auf Sportdeutschland.tv, das die Begegnung im Livestream zeigte. Doch ein Comeback ließen die Gäste nicht zu: Als es nur noch 75:67 stand, traf Frederik Henningsen, dem zuvor in der zweiten Halbzeit wenig gelungen war, einen trockenen Dreier. Hinten blockte Nelson Kahler wieder einmal einen Wurf, Sekunden später verwandelte Josh Wilcher den nächsten Dreier für die Eagles. In Gefahr gerieten die Itzehoer danach nicht mehr und warfen mit einem Lauf zum Schluss den deutlichen Sieg heraus. Bemerkenswert: Insgesamt traf das Team 14 Dreier bei einer Quote von 52 Prozent, bei den Freiwürfen waren es sogar 95 Prozent (21 von 22).

„Wenn wir clever spielen, sind wir immer schwer zu schlagen“, sagte Elzie. Das soll möglichst auch am kommenden Sonnabend beim Derby in eigener Halle gegen die Rostock Seawolves gelten: „Wir werden in dieser Woche auf jeden Fall sehr fokussiert trainieren.“

Eagles: Kaimyn Pruitt (27, 6 Dreier, 11 Rebounds, 6 Assists, 3 Blocks, 3 Ballgewinne), Josh Wilcher (18, 2 Dreier, 5 Assists), Johannes Konradt (13, 2 Dreier), Nelson Kahler (11, 8 Rebounds, 2 Blocks), Frederik Henningsen (10, 2 Dreier), Nick Tienarend (8, 2 Dreier, 8 Assists), Daniel Boahene (8), Erik Nyberg (2), Fabio Galiano (2), Lars Kröger, Joachim Feimann.

 

 

Freitag-Spiel mit Livestream

Ein Spiel zu ungewohnter Zeit mit einem ungewöhnlichen Vorlauf: Bereits am Freitagabend sind die Itzehoe Eagles in der 2. Basketball-Bundesliga ProB wieder gefordert. Um 20 Uhr beginnt die Partie bei den ETB Wohnbau Baskets Essen.

Zu Beginn der Woche war noch unklar, ob das Spiel stattfinden würde – wegen eines Problems in der Halle stand eine Verlegung im Raum. Das Problem wurde gelöst, es wird gespielt, und die Eagles ließen sich von der Ungewissheit ohnehin nicht stören: Die Vorbereitung lief wie gewohnt, sagt Eagles-Coach Pat Elzie. Denn es geht um viel: „Man muss nur auf die Tabelle gucken, um zu sehen, wie wichtig das Spiel ist.“ Die Itzehoer sind Siebter mit sieben Siegen und neun Niederlagen, ihr Gegner hat dieselbe Bilanz und steht auf Platz acht. Ein Sieg, und die Eagles behalten nicht nur die Playoffs im Blick, sondern verschaffen sich auch ein kleines Polster nach unten.

Das Hinspiel haben die Itzehoer in bester Erinnerung, deutlich ersatzgeschwächt lieferten sie, gestützt auf Frederik Henningsen und Josh Wilcher, eine starke Leistung ab und bezwangen den ProA-Absteiger mit 93:74. „Aber das Spiel zählt nicht mehr“, sagt Elzie. „Es sind jetzt ganz andere Umstände für beide Mannschaften.“ Überraschend beendete bei Essen Leistungsträger Nick Tufegdzich seine Karriere, für ihn kam der Amerikaner Forrest Robinson. Ein weiterer Neuzugang ist Jeffrey Martin von den Rostock Seawolves. Das Essener Team sei sehr abhängig von seinen Amerikanern, sagt Elzie, der insbesondere Aufbau Montrael Scott für einen der besten Spieler der Liga hält: „Alles hängt von ihm ab.“

Doch auch der Rest des Teams sorge dafür, dass es keine leichte Aufgabe werde. Es agiere kämpferisch, und das erwartet der Eagles-Coach erst recht in dieser Partie, in der die Gastgeber ihre Niederlagenserie stoppen wollen: „Die wissen auch, wie wichtig das ist. Und fünf Spiele hintereinander zu verlieren, macht keinen Spaß.“ Also kommt es für die Eagles darauf an, in Essen von Anfang an dagegenzuhalten: „Für unsere Zielsetzung ist es immens wichtig, dass wir da gewinnen“, sagt Elzie.

Eagles-Fans können die Partie wie gewohnt im Live-Ticker auf der Webseite der ProB verfolgen. Aber es geht noch besser, nämlich mit bewegten Bildern: Das Spiel ist bei Sportdeutschland.tv am Freitagabend im Livestream zu sehen.

 

 

83:85 gegen Bochum

Das zweite Spiel des Jahres und die zweite unnötige Niederlage für die Itzehoe Eagles. Gegen die VfL SparkassenStars Bochum verloren sie in eigener Halle mit 83:85 (21:24, 18:25, 22:16, 22:20).

Die ersten Punkte gehörten den Eagles, danach entwickelte sich ein temporeicher Schlagabtausch. Schon früh zu erkennen: Die Gastgeber hatten Probleme in der Defensive, immer wieder schienen die Bochumer mindestens einen Schritt schneller zu sein. Zudem trafen sie von außen gut und legten vor. Weiteres Problem für die Itzehoer: Kaimyn Pruitt kassierte schnell zwei Fouls, „das hat uns natürlich zurückgeworfen“, sagte Eagles-Coach Pat Elzie. Als sich die Defensive leicht steigerte und die Bochumer Trefferquote nach unten drückte, waren die Eagles dran: Für Punkte sorgten vor allem Frederik Henningsen und Nelson Kahler, Josh Wilcher traf Sekunden vor dem Ende des ersten Viertels den Dreier zum 21:24.

Doch auch im zweiten Abschnitt hatten die Gastgeber weiter Probleme im Defensivrebound und hinkten hinterher. Dennoch, nach einem technischen Foul gegen den Bochumer Coach waren sie bis auf einen Punkt heran, statt einer Wende gab es aber wieder zu einfache Punkte für die Gäste. Die Eagles dagegen trafen in dieser Phase kaum einmal aus dem Spiel heraus, höchstens von der Freiwurflinie. Die Konsequenz: Zur Halbzeit war der Rückstand zweistellig beim 39:49.

Das waren eindeutig zu viele Punkte für den Gast, der zudem das Rebound-Duell klar gewonnen hatte. Am Ende ärgerte sich Elzie über 17 Offensivrebounds des Gegners, eine entscheidende Statistik. „Gewürge!“ kommentierte ein Zuschauer in der Pause kurz und knapp das Spiel der Eagles, und der Coach brachte das Manko auf den Punkt: „Der Intensität in der ersten Halbzeit war nicht das, was sie in der zweiten Halbzeit war.“

Denn die ging gleich gut los mit Eagles-Korberfolgen, aber erst einige Minuten später wurde es richtig laut in der wieder vollen Lehmwohldhalle: Kaimyn Pruitt und Josh Wilcher hatten sich von der Dreierlinie eingeschossen, mit drei Treffern machten sie aus einem 45:53 ein 54:53 für ihr Team nach 25 Minuten. Die Chance war da, die Führung auszubauen, weil die Defensive mehrfach keinen Korb der Bochumer zuließ, aber auch die Eagles ließen ihre Gelegenheiten aus. Weitere Dreier von Pruitt und Wilcher sorgten zwar für ein 61:59, doch die letzten Punkte gehörten den Gästen zum 61:65 vor dem letzten Viertel.

In diesem fielen die Eagles wieder bis auf acht Punkte zurück, erneut kamen sie heran. „Das Positive ist, dass wir zurückgekommen sind und gekämpft haben“, sagte Elzie. Knapp drei Minuten vor dem Ende glich Wilcher mit zwei Freiwürfen zum 75:75 aus. Erneut gelangen die entscheidenden Aktionen nicht, Bochum konnte mit Freiwürfen auf 82:75 davonziehen. Da war nur noch eine halbe Minute zu spielen, aber die wurde lang. Mit Fouls schickten die Eagles ihren Gegner an die Linie, auf der anderen Seite bekam Wilcher binnen kurzer Zeit fünf Freiwürfe und versenkte alle. 80:83, noch 14 Sekunden. Bochum traf nach schnellem Foul nur einmal, Nick Tienarend stürmte nach vorn und traf den wilden Dreier: Nur noch 83:84, sechs Sekunden übrig. Sofort das Foul der Eagles, wieder nur ein Treffer bei zwei Bochumer Versuchen. Noch einmal versuchte es Tienarend, konnte aber unter Druck keinen ordentlichen Wurf mehr loswerden.

Nur ein kleiner Trost für die Eagles: Weil die Konkurrenten ebenfalls verloren, bleiben sie Siebter. Die Enttäuschung muss schnell verdaut werden: Bereits am Freitag geht es beim direkten Tabellennachbarn Essen weiter.

Eagles: Josh Wilcher (24, 4 Dreier, 4 Ballgewinne), Kaimyn Pruitt (13, 4 Dreier, 9 Rebounds), Nelson Kahler (11, 7 Rebounds, 2 Blocks), Frederik Henningsen (11), Fabio Galiano (8), Daniel Boahene (6), Lars Kröger (5), Nick Tienarend (3, 1 Dreier), Johannes Konradt (2), Erik Nyberg, Joachim Feimann.

 

 

Schweres Spiel gegen Bochum

Vier Siege in Folge – die VfL SparkassenStars Bochum sind derzeit das heißeste Team der 2. Basketball-Bundesliga ProB. Sonntag sind sie der Gegner der Itzehoe Eagles im ersten Heimspiel des Jahres. Die Partie beginnt um 17 Uhr im Sportzentrum am Lehmwohld.

Und sie ist eines von nur noch drei Heimspielen der Eagles in der regulären Saison. Umso mehr gilt, was Coach Pat Elzie sagt: „Für uns ist es ein wichtiges Spiel, was die Playoffs angeht.“ Derzeit sind die Eagles Siebter mit einem Sieg Vorsprung auf die Playdown-Zone. Bochum rangiert einen Platz davor, hat aber bereits zwei Siege mehr. „Die Heimspiele müssen wir jetzt einfach für uns entscheiden“, sagt Elzie.

Doch es werde eine schwere Aufgabe gegen Bochum. Es sei eine gute Mannschaft, die derzeit gut in Form sei. Drei ihrer vier Siege in Folge erzielten die Bochumer in eigener Halle, hinzu kam ein klarer Auswärtserfolg in Cuxhaven. Die deutliche Niederlage in der Hinrunde hat Elzie in schlechter Erinnerung: „Es war eines der frustrierendsten Spiele der Saison. Die sind teilweise einfach an uns vorbeigerannt.“ Doch das sei vergessen – „jetzt wollen wir ein besseres Spiel machen.“

Der Eagles-Coach hat keinen genauen Einblick, mit welchem Team die Bochumer am Lehmwohld auflaufen werden. Letztlich sei es auch egal: „Wir müssen auf uns schauen. Wir müssen unser Spiel spielen und die in der Defense stoppen.“ Zu den Stärken der Gäste gehöre, dass sie gute Werfer im Team hätten, zudem mit Alexander Angerer einen Akteur, den Elzie als einen der besten Spieler in der ProB sieht.

Bei den Itzehoern ist die Niederlage in Schalke, die die Bochumer als Zuschauer miterlebten, abgehakt. Er hoffe, dass sie ein Weckruf gewesen sei, sagt Elzie. Der Tabellenführer sei natürlich stark, dennoch sei der Sieg möglich gewesen. Eine Chance blieb ungenutzt – „umso wichtiger ist jetzt das Spiel gegen Bochum.“

Tickets gibt es im Vorverkauf im Büro Jens Köhler (Itzehoer Versicherungen) am Marienburger Platz, bei Vision in der oberen Feldschmiede, in der Central-Apotheke im Oelmühlengang sowie online auf www.ticketflair.de. Einlass ab 15.30 Uhr.

 

 

"Läuft alles super"

Daniel Boahene ist der Fels in der Brandung der Eagles-Defense. Schon mit 14 Jahren wurde dem ehemaligen Footballer und gebürtigen Amerikaner, dessen Mutter Russin ist, klar, dass er Basketball auf höherem Niveau spielen könnte. Er genoss in der Off-Season den Urlaub und war bei seiner Familie sowie bei Freunden. Seine größten Erfolge sind die Aufstiege mit Hannover in die ProA, mit Schalke in die ProB, sowie der erste Profivertrag mit 16 Jahren. Die Idole des 27-Jährigen sind die Stars des Basketballs, wie Shaquille O´Neal, Michael Jordan, LeBron James und Magic Johnson. Er möchte sich stets weiterentwickeln, und seine Ziele sind die Play-Offs sowie die Meisterschaft, die man als Team nur mit den Fans erreichen kann.

Daniel, ihr seid mit drei Siegen in Folge im Gepäck zum Tabellenführer nach Gelsenkirchen gefahren. Ist am Samstag mehr drin gewesen?

Definitiv war da mehr drin. Wir waren in der 1. Halbzeit gut drauf. Ich glaube, was uns das Genick gebrochen hat, war die Winterpause, denn wir hatten vorher einen Lauf und haben ja auch in Bernau gewonnen. Wir haben zwar dieses Spiel verloren, aber hey, ich sage, unsere Mannschaft ist megagut, und wir brauchen vor niemandem Angst zu haben.

Ihr seid gut gestartet und habt auch zur Halbzeit noch geführt. Was waren die Knackpunkte in der 2. Hälfte? Ich würde sagen, man darf nicht vergessen, dass wir immer noch beim Tabellenführer gespielt haben, der bis jetzt nur drei Niederlagen auf dem Konto hat. Wir waren vielleicht nach der Halbzeit zu unkonzentriert und dachten, nach der Führung schaukeln wir das Ding schon nach Hause. Die Schalker haben zudem mit Raphael Wilder einen bärenstarken Coach, und letztendlich gehört zum Basketball auch immer eine Portion Glück dazu.

Das Hinspiel hattest du ja leider verpasst, und für das Rückspiel hattest du dir gegen deinen alten Verein bestimmt besonders viel vorgenommen, oder?

Gegen sein ehemaliges Team ist man natürlich immer extra motiviert. Man kennt auch noch das eine oder andere Spielsystem und möchte es dann den Jungs erst recht zeigen. Ich habe mein Bestes gegeben, aber leider hat es nicht geklappt.

Bist du schon wieder bei 100 Prozent nach deiner schweren Verletzung aus der Vorbereitung?

Auf jeden Fall bin ich wieder fit. Viele sehen das nicht so, da ich nicht so viele Punkte erziele, aber ich bin eher in der Defense der Fels in der Brandung, der da das Team zusammenhält, und das nicht nur auf dem Spielfeld.

In deiner 2. Saison in der ProB sammelst du pro Spiel 5 Punkte und 5 Rebounds. Ist da noch Luft nach oben?

Da ist noch genug Luft nach oben. Spieler, die punkten, haben wir genug, das muss ich nicht auch noch. Ich mache eher das, was gerade gefordert ist, wie rebounden, foulen oder die großen Spieler verteidigen und nicht, was das Team eh schon genug hat.

In der letzten Saison hast du für Schalke über 20 Punkte in Itzehoe gemacht. Hattest du damit die Verantwortlichen schon überzeugt, dich im Sommer zu verpflichten?

(lacht) Ja, kann durchaus sein. Ich erinnere mich noch, dass Courtney Belger einen nicht so guten Tag hatte, und da bin ich dann eingesprungen, was das Punkten anging. Sorry nochmal dafür, denn es hat ja dazu beigetragen, dass die Eagles letztendlich in die Play-Downs rutschten.

Was waren für dich die Gründe, im hohen Norden eine neue Herausforderung zu suchen?

Ich wollte immer mal unter Coach Pat spielen, denn ich hatte von einem ehemaligen Mitspieler aus Hannover schon viel Gutes von ihm gehört. Er sei super nett, sympathisch und man könne eine Menge von ihm lernen, und als er mich anrief, kam ich natürlich dann auch zum Try-Out. Ich hätte bestimmt auch in der Nähe von Essen spielen können, aber ich wollte dann nach Itzehoe, denn mir war auf jeden Fall wichtig, einen Verein zu finden, bei dem ich für mich etwas mitnehmen kann. Ich dachte, mit den Eagles und dem Coach kann ich es schaffen, und bis jetzt läuft alles super. Ich fühle mich richtig wohl und mag auch die Stadt.


Welche Ziele hast du dir für die Saison gesteckt und kannst du dir vorstellen, länger in Itzehoe zu bleiben?

Play-Offs Baby, das ist das erste Ziel und dann geht es von Spiel zu Spiel, denn dann kann jeder jeden schlagen. Langfristig will ich natürlich in die ProA aufsteigen und dafür würde ich super gerne bleiben. Wie schon gesagt, mir gefällt die Stadt, das Management ist super, alles sehr familiär. Eben ein Umfeld, das ich brauche und in dem ich mich wohlfühle.

Am Wochenende kommen die SparkassenStars des VFL Bochum. Da habt ihr aus dem Hinspiel noch eine Rechnung offen, oder?

Das Spiel habe ich aufgrund meiner Verletzung am Live- Ticker verfolgt, und da haben wir definitiv noch eine Rechnung offen. Da müssen wir auch nicht weiter drüber reden. Es gibt nur eins, ein Sieg muss her. Mehr muss ich dazu nicht sagen.

Noch ein Wort zu den Fans!

Ich hoffe, dass die Heimspiele weiterhin so gut besucht sind, dass die Hütte immer voll ist, denn wir haben wirklich was Großes vor. Wir sind eine starke Mannschaft, aber wir wären nichts ohne unsere Fans. Das, was wir zusammen abliefern, ist top, aber da geht immer noch mehr. Wir müssen die Spiele daheim gewinnen, vor allem für unsere Fans.

Vielen Dank, Daniel, und viel Erfolg nächstes Wochenende!

Let’s fly, Eagles!

Interview: Michael Bansemer