Was für ein Fest gegen Essen!

Erst sitzen vor dem Fanclub, dann tanzen und – Humbatätäräää! Und bereits vor dem Spielende ein „Oh, wie ist das schön!“ von den Rängen. So wurde am Lehmwohld lange nicht mehr gefeiert, aber es geschah völlig zu Recht: Die Itzehoe Eagles boten in der 2. Basketball-Bundesliga ProB ein Basketball-Fest gegen die ETB Wohnbau Baskets Essen. Der ProA-Absteiger wurde mit einer deutlichen Niederlage auf die Heimreise geschickt: 93:74 (24:29, 25:9, 24:17, 20:19).

Es hätte so viele Entschuldigungen gegeben für die Eagles: Kaimyn Pruitt gesperrt, Neuzugang Lamar Roberson noch nicht spielberechtigt, der verletzte Kapitän Nick Tienarend nur für den Notfall auf der Bank, Nelson Kahler nach Umknicken im Training ebenfalls verletzt, Daniel Boahene sowieso. Und dann auch noch dies: Coach Pat Elzie weilte unter der Woche aus familiären Gründen in den USA und kehrte erst wenige Stunden vor dem Spiel zurück. Deshalb dankte er seinem Co-Trainer Bernardo Velarde, der mit Unterstützung von Derek Wright das Training geleitet hatte. Und natürlich den Fans, die von Anfang an lautstark hinter ihrem Team standen.

Die Eagles setzten durchgehend auf eine Zonenverteidigung, doch zunächst fanden die Essener die richtigen Antworten. Der Ball lief gut, die Würfe saßen. Doch auch die Eagles waren von Beginn an offensiv im Spiel, so entwickelte sich ein höchst sehenswertes erstes Viertel, in dem die Gäste dank der Dreier von Nikola Gaurina (19 Punkte) die Nase noch vorn hatten. Lars Kröger kassierte bei den Itzehoern früh zwei Fouls, so kam Joachim Feimann, bislang nur mit wenigen Spielanteilen in dieser Saison, von der Bank. Und er machte seine Sache ebenso gut wie Erik Nyberg, der in dieser Partie ebenfalls deutlich mehr Spielanteile bekam.

Schon vor dem Sprungball war klar gewesen: Die Eagles brauchten starke Auftritte ihrer Leistungsträger. Und sie lieferten: Die überragenden Frederik Henningsen und Josh Wilcher trugen ihr Team, Johannes Konradt war in der ersten Halbzeit mit zehn Punkten zur Stelle, und auch auf Fabio Galiano war Verlass. Als die Eagles in der Verteidigung zulegten und ihren Gegenspielern dichter auf den Füßen standen, bekam Essen immer mehr Probleme. „Ein ganz schlechtes Spiel“ seines Teams hatte Gästecoach Igor Krizanovic gesehen. Die Eagles seien zu schnell, zu motiviert gewesen: „Wir haben ihnen erlaubt, dass sie sich in einen Rausch spielen.“ Das begann fünf Minuten vor der Pause, als Galiano sein Team nach Wilcher-Pass in Führung brachte. Aus dem 38:37 wurde bis zum Wechsel ein 49:38.

Und dann das dritte Viertel, oft ein Problem für die Eagles. Es begann auch nicht gut, dann übernahm Wilcher mit acht Punkten, und das Spiel sah wieder so aus wie zum Ende des zweiten Viertels. Nicht alles klappte, aber dennoch sehr viel – bis hin zu Henningsens Korb trotz Foulspiels direkt vor dem Viertelende. 73:55 für die Eagles. Im letzten Abschnitt kam die erste richtige Schwächephase der Eagles in dieser Partie, aber erst wenige Minuten vor Schluss, als alles längst entschieden war. Und es ergab sich noch ein weiterer Grund zum Feiern: Youngster Scotty Liedtke erzielte seine ersten Punkte in der ProB.

Entsprechend stolz war Elzie hinterher auf sein Team: „Die Jungs haben viel Herz gezeigt heute.“ Mit Wilcher, Henningsen und Galiano erreichten drei Spieler Double-Doubles, also zweistellige Werte in zwei Statistik-Kategorien – einfach stark. „Super glücklich“ konnte Elzie sich freuen auf die Auswärtsaufgabe am kommenden Freitag: „Auf nach Rostock!“

Eagles: Josh Wilcher (30, 3 Dreier, 11 Assists), Frederik Henningsen (28, 3 Dreier, 10 Rebounds), Johannes Konradt (12, 1 Dreier, 6 Rebounds), Fabio Galiano (10, 11 Rebounds), Joachim Feimann (4), Scotty Liedtke (3), Lars Kröger (3), Erik Nyberg (3), Nick Tienarend.

 

 

Essen kommt zum Lehmwohld

Der nächste Heimauftritt für die Itzehoe Eagles: Sonnabend um 19.30 Uhr geht es in der 2. Basketball-Bundesliga ProB gegen die ETB Wohnbau Baskets Essen. Die Eagles wollen mit dem dritten Heimsieg ihren Auswärtserfolg im Derby in Wedel bestätigen.

Auf das positive Erlebnis folgte allerdings eine schwierige Woche. Kapitän Nick Tienarend zog sich eine Fingerverletzung an der Wurfhand zu, er fällt aller Voraussicht nach gegen Essen aus. Am Donnerstag kam dann die Nachricht der ProB-Spielleitung: Kaimyn Pruitt ist nach seinem disqualifizierenden Foul für ein Spiel gesperrt. Der Amerikaner war nach einem Zweikampf mit dem Wedeler Jens Hirschberg vom Feld geschickt worden, die Spielleitung stellte eine minderschwere Tätlichkeit fest. Umso wichtiger wäre der Einsatz von Eagles-Neuzugang Lamar Roberson – dafür allerdings muss sein früherer Club in Kolumbien rechtzeitig die Freigabe für den Amerikaner erteilen. „Das sind alles andere als ideale Voraussetzungen“, sagt Eagles-Coach Pat Elzie. „Aber damit müssen wir umgehen, wir wollen den Heimsieg.“

Der Gegner allerdings kommt mit der Empfehlung von vier Siegen in Serie. Essen ist Absteiger aus der ProA und hat mit dem Kanadier Nicholas Tufegdzich einen der besten Werfer der Liga im Team – nur wenige Ränge hinter Eagles-Aufbauspieler Josh Wilcher. Die Westdeutschen rangieren mit sechs Siegen auf dem vierten Platz, danach tut sich eine Lücke auf: Es folgen fünf Mannschaften mit vier Siegen, die Eagles sind mit drei Siegen weiterhin Zehnter. Ein Erfolg könnte sie also an diesem Wochenende in angenehmere Tabellenregionen befördern – „und genau das ist das Ziel“, so Elzie.

Die Eagles Fighters begleiten wie immer die Partie, in der Pause wartet auf einen Eagles-Fan die große Chance: Beim Halbzeitwurf von der Mittellinie, präsentiert von der Volksbank Raiffeisenbank Itzehoe, geht es um 500 Euro. Tickets für das Spiel gibt es im Vorverkauf im Büro Jens Köhler (Itzehoer Versicherungen) am Marienburger Platz (nur Freitag), bei Vision in der oberen Feldschmiede, in der Central-Apotheke im Oelmühlengang sowie online auf www.ticketflair.de. Einlass ab 18 Uhr.

"Ein echt tolles Gefühl!"

Joachim Feimann ist der Ostfriese im Team. Er hat im Sommer Drei-gegen-Drei-Turniere gespielt und war in den Staaten unterwegs. Zudem betrieb der 24-jährige Physiotherapeut und Vegetarier ausgiebig Fitness in der Off-Season. Mit 20 wurde ihm klar, dass er professionell Basketball spielen könnte. Feimann sieht seine Rolle als ehrgeiziger Backup-Spieler von der Bank. Ben Wallace ist sein großes Vorbild. Sein sportliches Ziel sind natürlich die Play-Offs. Privat will er sich  als Physiotherapeut und Mensch weiterentwickeln.

 

Joachim, mit dem knappen Erfolg im Derby in Wedel habt ihr endlich den ersten Auswärtssieg eingefahren. Wie erleichtert ist das Team jetzt?

Der Sieg gegen Wedel hat uns sehr gut getan. Wir sind sehr glücklich gewesen, wie man auch an den Emotionen nach dem Spiel sehen konnte. Es war wichtig, mal wieder zu gewinnen, und dann auch noch auswärts in einem Derby. Trotzdem sind wir aber schon wieder fokussiert auf das nächste Spiel.


In der ersten Halbzeit habt ihr gegen einen vermeintlichen starken Gegner sehr guten Basketball gespielt. War es bis dato eure beste Saisonleistung?

Es war eine sehr starke Leistung von uns in der ersten Halbzeit, in der wir auch eine große Führung herausgespielt haben. Es sah bestimmt schön aus, ob es allerdings die beste Leistung war, würde ich so nicht unterschreiben. Es war aber schon sehr, sehr gut. Wir haben auf jeden Fall so gespielt, wie es der Coach von uns erwartet hat.


Nach einem 19-Punkte-Vorsprung wurde es aber am Ende nochmal richtig eng. Wie erklärst du dir das?

Wedel war auf jeden Fall ein sehr schwieriger Gegner mit einer Menge Erfahrung. Sie waren auf uns gut eingestellt, haben hart gespielt und das hat viel Kraft gekostet. Unser Tempo war in der ersten Halbzeit sehr hoch. Jetzt gilt es, daran zu arbeiten, die Intensität hochzuhalten, um auch über 40 Minuten attraktiven Basketball zu zeigen.


Es war das erste Derby für dich bei den Eagles. Ist es auch als Bankspieler eine ganz besondere Atmosphäre?

Es war schon was ganz Besonderes, denn ich hätte nie gedacht, dass uns so viele Fans zu einem Auswärtsspiel begleiten. Sie waren lauter als die 400 Wedeler Fans, und das haben wir auf dem Feld gespürt. Auch der Austausch nach dem Spiel hat gut getan und gibt viel Rückhalt. Das ist ein echt tolles Gefühl.


Wie entstand für dich der Kontakt nach Itzehoe?

Der Kontakt kam über Teammanager Stefan Flocken und die Slammers Agentur zustande, für die ich gegen eine US-Auswahl spielte. Ich passte in das gesuchte Profil eines großen deutschen Spielers. Es passte dann ganz gut, da auch meine Familie aus Norddeutschland kommt.


Du bist hauptberuflich als Physiotherapeut in einer Klinik in Hamburg tätig. Wie gut lässt sich eine 38,5-Stunden-Woche mit Basketball in der Pro B vereinbaren?

Die geregelte Arbeitszeit in einem Job tut mir sehr gut. Ich brauche auch die tägliche Arbeit, um etwas zu machen, was nichts mit Basketball zu tun hat. Am Abend habe ich dann eben einen dementsprechenden Ausgleich. Zudem ist die Unterstützung im Eagles-Umfeld einfach top. Ich habe eine gute Wohnung, einen kurzen Weg zur Autobahn, und alle sind sehr hilfsbereit.

Hat es für die Mannschaft Vorteile, einen Physiotherapeuten im Team zu haben? Primär steht natürlich der Basketball im Vordergrund. Dennoch stehe ich mit Rat und Tat zur Verfügung wie z. B. gezieltes Training im Fitnessstudio, tapen oder Einschätzen von Verletzungen, wenn unser Physio nicht da ist.


Du hast letztes Jahr noch mit Rossdorf in der 2. Regionalliga Südwest gespielt. Wie groß war der Schritt für dich zu einem ProB-Team?

Ich hatte ja schon mal in Langen in der ProB Süd ein paar Spiele ausgeholfen, insofern war es nicht ganz neu für mich. Das Spiel ist auf jeden Fall viel schneller, attraktiver und körperlicher. Aber ich bin gut angekommen, kann im Training gut mithalten und hoffe, dem Team mit meinen Einsatzzeiten weiterhelfen zu können.


Am Wochenende kommt mit Essen ein Absteiger aus der ProA in die Lehmwohldhalle. Nach zuletzt vier Siegen in Folge steht das Team mit einer Bilanz von 6 zu 3 auf Platz 4. Wie groß ist euer Respekt?

Der Respekt ist immer da, denn wir unterschätzen niemanden. Wir werden uns gut vorbereiten und gehen mit dem Ziel ins Spiel, es auch zu gewinnen. Diese Woche machen Bernardo und Derek das Training, weil Pat nicht da ist, und wir werden bestmöglich trainieren, um am Wochenende Erfolg zu haben.


Noch ein Wort an die Fans!

Vielen Dank, dass ihr uns durch diese durchwachsene Saison immer noch so treu unterstützt, wie jetzt auch gerade in Wedel zu sehen war. Es ist einfach großartig, denn ich kannte sowas vorher nicht, dass die Fans so sehr hinter dem Team stehen. Auch der Austausch nach den Spielen ist super, wo es auch mal nicht um Basketball geht. Die Fans interessieren sich auch für den Menschen dahinter. Das ist toll.

Vielen Dank, Joachim, und viel Erfolg nächstes Wochenende!

Let's fly Eagles!!

(Interview: Michael Bansemer)

 

Neuzugang für die Eagles

Die Itzehoe Eagles haben sich noch einmal verstärkt. Der Amerikaner Lamar Demond Roberson gehört ab sofort zum Team für die 2. Basketball-Bundesliga ProB. Der 31-jährige Flügelspieler ist 2,03 Meter groß und war zuletzt in Südamerika am Ball.

Diesen Spieler habe er schon vor drei Jahren haben wollen, sagt Eagles-Coach Pat Elzie. Jetzt hat es geklappt, und er ist froh darüber: „Die Mannschaft braucht eine weitere offensive Waffe, das erhoffe ich mir mit dieser Verpflichtung.“ An seinen bisherigen Stationen habe Roberson gezeigt, dass er genau das sein könne.

Der Neuzugang stammt aus Baton Rouge in Louisana. Seine Profikarriere startete er in Finnland, danach war er unter anderem in der Slowakei, der Schweiz, Japan, Kuwait und zuletzt in Uruguay und Kolumbien aktiv, stets mit zweistelligen Durchschnittswerten bei den Punkten und auch guten Reboundstatistiken. Roberson selbst beschreibt sich als sehr vielseitig, er könne sowohl in Korbnähe als auch außen spielen. Der Kontakt nach Itzehoe entstand über Elzies Freund Derek Wright, der bei den Eagles aktiv ist. „Derek ist wie ein zweiter Vater für mich“, sagt Roberson, der auch mit Wrights Sohn zusammenspielte. Er erwarte guten Basketball, denn die ProB sei stärker, als manch einer zunächst denke. Er wolle der Mannschaft und insbesondere den jüngeren Spielern helfen, und das klare Ziel lautet: möglichst viele Spiele gewinnen.

„Seine Erfahrung tut uns gut“, sagt Elzie über den 31-Jährigen. Auch Robersons Flexibilität sei wichtig für die Eagles. Möglich wurde die Verpflichtung überhaupt erst durch eine andere Entwicklung: Der Australier Nelson Kahler hat dank seiner familiären Wurzeln vor wenigen Tagen einen maltesischen Pass bekommen. Damit gilt er nunmehr als EU-Ausländer, ebenso wie sein Landsmann Josh Wilcher, der auch einen britischen Pass hat. Dadurch wurde der Platz frei für einen weiteren Amerikaner, denn es dürfen nur zwei Nicht-EU-Ausländer auflaufen. „Wir haben den Joker gezogen“, sagt Eagles-Teammanager Stefan Flocken. Er suchte zunächst einen deutschen Spieler, doch das sei nicht machbar gewesen. So entschieden sich die Eagles für Roberson, denn trotz des Derby-Sieges in Wedel stellt Elzie fest: „Wir sind hinter den Erwartungen. Man muss etwas tun, um der Mannschaft Impulse zu geben.“

 

Auswärtssieg! Derbysieg!

War das der Befreiungsschlag für die Itzehoe Eagles? In jedem Fall war es ein ebenso emotionaler wie wichtiger Sieg: In der 2. Basketball-Bundesliga ProB haben die Eagles ein am Ende dramatisches Derby beim SC Rist Wedel gewonnen: 74:72 (23:12, 23:21, 14:15, 14:24).

Eagles-Coach Pat Elzie wählte dieselbe Taktik, mit der er schon die Artland Dragons überrascht hatte: Er startete ohne gelernten Aufbauspieler, Kaimyn Pruitt übernahm diese Rolle. Von Beginn an waren die Eagles die bessere Mannschaft, spielten in der Offensive kontrolliert und verteidigten gut. Zwar gingen einige Defensivrebounds verloren, doch Wedel machte wenig aus den zweiten Chancen. Auf der anderen Seite waren auch die Eagles immer wieder beim Offensivrebound zur Stelle: Acht waren es nach der ersten Hälfte, dagegen hatten sich die Gastgeber nur sechs Abpraller am eigenen Korb gesichert. „Ich bin sehr stolz auf die kämpferische Leistung der Mannschaft“, sagte Elzie. In der ersten Hälfte habe das Team sehr stark gespielt – und es ließ bei Wedel wenig zu. „Wir haben das Spiel in den ersten beiden Vierteln verloren“, sagte Felix Banobre, Trainer der Gastgeber. Bis auf 41:23 drei Minuten vor dem Wechsel zogen die Gäste dank einer Fülle guter Aktionen davon, eine kurze Schwächephase nutzte Wedel aus, bevor Josh Wilcher per Dreier in der letzten Sekunde die 46:33-Halbzeitführung der Eagles erzielte. Kommentar eines Wedeler Fans: „Das hätte schlimmer kommen können.“

Die zweite Halbzeit sollte deutlich mühsamer werden für die Itzehoer. Die Probleme beim Abschluss blieben ihnen auch in Wedel erhalten: Hatten die Eagles in der ersten Hälfte noch aus dem Zwei-Punkte-Bereich und von der Freiwurflinie sicher abgeschlossen, so gingen die Quoten in der zweiten Hälfte in den Keller. Und von der Drei-Punkte-Linie klappte es das ganze Spiel über nicht, mit zwei Ausnahmen: Als Wedel aufholte, landeten Johannes Konradt und Nick Tienarend zwei hoch willkommene Treffer von außen, der Abstand wuchs wieder. 60:48 vor dem letzten Viertel.

Es begann ähnlich wie das Viertel zuvor: Fehler der Eagles nutzte Wedel und verkürzte bis auf 55:60. Dann zog Wilcher zum Korb, die Schiedsrichter verhängten gleich zwei unsportliche Fouls. Drei Freiwürfe saßen, es folgte ein schöner Pass von Kaimyn Pruitt auf Henningsen: wieder etwas Luft beim 65:55. Doch kurz darauf musste Pruitt vom Feld: Die Schiedsrichter sahen in einem Zweikampf eine grobe Regelwidrigkeit des Amerikaners und verhängten ein disqualifizierendes Foul. Wedel bekam, angeführt von Nino Celebic (27 Punkte), Oberwasser, während die Gäste nur noch schwere Würfe loswurden – aber es reichte, um ganz knapp die Führung zu behalten. Nur ein Beispiel für den Kampf der letzten Minuten: Tienarend hechtete an der Mittellinie einem eigentlich verlorenen Ball hinterher und rettete ihn doch noch für sein Team. Wenige Sekunden vor Schluss war es dennoch passiert: Wedel glich aus zum 72:72. Doch Henningsen schnappte sich den Ball, preschte nach vorn und traf einen schwierigen Wurf. Noch drei Sekunden, Auszeit Wedel. Das Ziel sei die Verlängerung gewesen, so Coach Banobre hinterher. Doch ein weiteres Mal stand die Eagles-Verteidigung, Celebic musste werfen und traf nicht. Der Rest war Jubel der Eagles mit der mehr als 100-köpfigen Fanschar.

Der erste Auswärtssieg der Saison ist geschafft – und am kommenden Wochenende wollen die Eagles vor heimischem Publikum nachlegen. Zu Gast sind am Sonnabend um 19.30 Uhr die ETB Wohnbau Baskets Essen.

Eagles: Josh Wilcher (26, 1 Dreier), Frederik Henningsen (14), Nelson Kahler (10, 8 Rebounds, 3 Blocks), Kaimyn Pruitt (10, 7 Rebounds, 6 Assists), Nick Tienarend (9, 1 Dreier), Johannes Konradt (3, 1 Dreier), Lars Kröger (1, 6 Rebounds), Fabio Galiano, Erik Nyberg, Joachim Feimann, Scotty Liedtke.