Souveräne Adler
Am Ende waren es zwar nur noch sieben Punkte. Dennoch war es ein souveräner Sieg der Sport-Club Itzehoe Eagles in der 1. Basketball-Regionalliga gegen die SG MTV/BG Wolfenbüttel. Am Lehmwohld gewannen die Adler mit 77:70 (20:15, 20:9, 12:18, 25:28).
Die Gastgeber starteten gut und konzentriert, fanden zweimal Vilius Sumskis unter dem Korb, Thorben Haake zog erfolgreich, Moritz Peiseler versenkte einen Dreier: 9:4. Das Zusammenspiel lief sehr gut, die Verteidigung ebenso. Den neuen Amerikaner in Reihen der Wolfenbütteler, Michael Daniyelyan, hatte die Eagles-Defensive bestens im Griff, er kam in der ersten Halbzeit nur auf zwei Pünktchen, traf nur einen von neun Würfen und verzweifelte – ebenso wie der Rest seines Teams.
Im zweiten Viertel gestatteten die Gastgeber den Niedersachsen lediglich neun Punkte, acht Minuten lang blieben sie ganz ohne Korb. 35:15 und 40:19 waren die Stationen kurz vor der Pause, doch die Konzentration der Itzehoer schwand immer mehr. Einerseits verständlich, meinte Coach Paul Larysz. „Aber es war ärgerlich, dass wir die Zügel haben schleifen lassen.“ Fünf Punkte schenkten die Eagles vor der Pause noch her bis zum 40:24-Halbzeitstand.
Doch auf diese Art baue man einen Gegner auf, sagte Larysz. Das musste seine Mannschaft dann auch feststellen. Die Gäste mussten reagieren, und sie reagierten: Sie spielten deutlich härter an der Grenze des Erlaubten, „dreckiger“ nannte es der Eagles-Coach. Wirklich große Wirkung zeigte das nicht, der Vorsprung verharrte immer im Zehn-Punkte-Bereich. „Letztendlich haben wir das Spiel im Griff gehabt“, sagte Larysz.
So blieb es im letzten Viertel, auch wenn Daniyelyan mit seinem ersten Dreier auf sieben Punkte verkürzte. Die Eagles konterten, führten in der 34. Minute mit 66:51, drei Minuten später mit 70:52. Da war die Entscheidung schon lange gefallen – erneut sank die Konzentration in den Keller und Wolfenbüttel konnte über seinen Amerikaner das Ergebnis noch etwas freundlicher gestalten.
Vor allem die Defensive sah Larysz als Schlüssel zum Sieg. In der Offensive war auf Tyrone Lewis Verlass, doch alle leisteten ihren Beitrag zum Sieg: Thorben Haake machte seine zehn Punkte alle in der ersten Halbzeit, Robert Daugs und Johannes Weißbach standen kurz vor dem „Double Double“, zweistelligen Werten in zwei Statistik-Kategorien. Sie trugen wesentlich dazu bei, Tomas Milinskas zu ersetzen: Der ohnehin angeschlagene Litauer bekam nach ganz kurzer Einsatzzeit unter dem Korb einen Ellenbogen ab und musste genäht werden. Ein weiterer Wermutstropfen war die schwache Dreierquote: Viele Würfe wurden schön herausgespielt, doch nur 3 von 18 fanden ihr Ziel. Larysz sah es nach dem souveränen Sieg gelassen: „Die sparen wir uns auf für ein enges Spiel.“
SCI Eagles: Tyrone Lewis (21 Punkte, sechs Rebounds, sechs Ballgewinne), Vilius Sumskis (14, 12 Rebounds), Johannes Weißbach (11, 8 Rebounds), Thorben Haake (10, 2 Dreier), Moritz Peiseler (9, 1 Dreier), Robert Daugs (8, 10 Rebounds), Andrej König (2), Florian Reiter (2), Tomas Milinskas, Felix Jehnichen, Dimi Basylev.
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