Sieg und Kurs auf Platz 2!

Feb 19 2012

Das war ein „big point“: Mit einem 95:85 gegen den VfL Stade haben die Sport-Club Itzehoe Eagles den zweiten Platz in der 1. Basketball-Regionalliga erobert. Viertelergebnisse: 25:12, 25:30, 20:16, 25:27.
Einmal ging Stade in Führung: Thomas Young, mit 34 Punkten Bester bei den Niedersachsen, traf zum 2:0. Bald danach stand es 8:2 und 10:4 für die Eagles, die ihren Rhythmus fanden und das Spiel bestimmten. Dennoch gab es erste Probleme, die sich durch das ganze Spiel ziehen sollten. Nach nicht einmal zwei Minuten hatte Robert Daugs bereits drei Fouls auf dem Konto, alle Großen bei den Gastgebern bekamen von den Schiedsrichtern reichlich Fouls angehängt.
Etwas zäh lief die Partie weiter, bis der starke Thorben Haake mit einem wilden Korb, bei dem er auch noch gefoult wurde, die erste Zehn-Punkte-Führung zum 21:11 erzielte. Mit einer Zonenpresse brachten die Eagles die Stader weiter in Schwierigkeiten, Moritz Peiseler erhöhte per Dreier auf 30:13. Dann zeigten die ständigen Beschwerden der Stader bei den Schiedsrichtern offenbar Wirkung: Foul um Foul pfiffen sie gegen die Gastgeber, die Gäste durften von der Freiwurflinie aus aufholen. Dabei waren sie es, die körperliche Nachteile mit besonders aggressiver und längst nicht immer sauberer Verteidigung auszugleichen versuchten. Am Ende standen 36 Foulpfiffen gegen die Eagles nur 23 gegen Stade gegenüber, der Gast bekam fast doppelt so viele Freiwürfe. „Das Spiel wäre sonst niemals eng gewesen“, sagte Eagles-Coach Paul Larysz.
Sein Team habe sich davon aus dem Spielfluss bringen lassen, dennoch sei es mit einer guten Mannschaftsleistung souverän geblieben. In der Tat: Mehrfach schrumpfte der Vorsprung auf fünf oder sechs Punkte, doch die Itzehoer hatten stets eine Antwort und erhöhten sofort wieder auf rund zehn Punkte. Mit der Halbzeitsirene verkürzte aber Young für Stade mit einem Dreier von der Mittellinie auf 42:50.
Mit schnellem Spiel auf beiden Seiten ging es weiter, wieder legten die Eagles vor. Und wie: Erst donnerte Tyrone Lewis im Fastbreak einen Pass von Moritz Peiseler direkt aus der Luft in den Korb zum Alley-oop, dann legte er noch einen Zauberkorb nach. Es stand 66:51, die höchste Führung in der 25. Minute. Dann hagelte es wieder Foulpfiffe, zudem ein Technisches Foul gegen die Bank der Eagles. Die Halle mit rund 500 Zuschauern kochte. Stade verwandelte nur einen von vier Freiwürfen, Dimi Basylev verteidigte stark gegen Young und versenkte kurz darauf nervenstark zwei Freiwürfe. Eng hätte es werden können, statt dessen stand es 70:58. In der Pause vor dem letzten Viertel kassierte der Stader Trainer ein Technisches Foul, Lewis erhöhte mit den Freiwürfen auf 72:58.
Hektisch war die Atmosphäre, „was nicht an den beiden Teams lag“, wie Larysz zu Recht feststellte. Der Vorsprung pendelte um die zehn Punkte, aber „es hatte nie den Anschein, dass es kippt“. Es wurde Zeit zum Rechnen: Mit zehn Punkten hatten die Eagles das Hinspiel in Stade verloren, für den besseren direkten Vergleich musste ein Erfolg mit elf Punkten her. Das mussten die Gastgeber zum Schluss ohne Tyrone Lewis versuchen: Es sei so lange auf ihn „eingeknüppelt“ worden, dass er schließlich verletzt raus musste, sagte Larysz. Beide Teams foulten, um in Ballbesitz zu kommen, die Eagles machten es bei den fälligen Freiwürfen besser. Schließlich stand es 95:85 – doch der letzte Wurf von Florian Reiter verfehlte knapp das Ziel. Trotzdem sind die Itzehoer gegenüber Stade aufgrund des besseren Quotienten im Vorteil im knappen Rennen um Platz zwei.
SCI Eagles: Tyrone Lewis (28), Tomas Milinskas (13, 7 Rebounds), Thorben Haake (12, 1 Dreier), Andrej König (12), Moritz Peiseler (11, 1 Dreier), Vilius Sumskis (8), Florian Reiter (7, 1 Dreier), Johannes Weißbach (2), Dimi Basylev (2), Robert Daugs.

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