Eine konzentrierte Leistung, ein sicherer Sieg: Die Sport-Club Itzehoe Eagles haben in der 1. Basketball-Regionalliga bei den BG Aschersleben Tigers mit 104:88 gewonnen.
Viertelergebnisse: 25:20, 33:27, 26:21, 20:20.
Die Gastgeber brauchen jeden Sieg für den Klassenerhalt, entsprechend kämpferisch fingen sie an und trafen dabei gut. Die Itzehoer brauchten einige Minuten, bis sie richtig im Spiel waren, doch zum Ende des ersten Viertels hatten sie sich eine leichte Führung erarbeitet. Die gaben sie auch nicht mehr ab: „Das ist dann souverän ausgespielt worden“, sagte Eagles-Coach Paul Larysz, zufrieden mit der „sehr vernünftigen“ Leistung seines Teams.
Schnell lag der Vorsprung jenseits der Zehn-Punkte-Marke und pendelte danach um die 15 Punkte. Und es kam nicht wie zuletzt erlebt: Die Gäste blieben konzentriert und vermieden die Phasen, in denen es nicht läuft und der Gegner wieder ins Spiel findet. Auch im Rebound ließen die Eagles nicht nach, auch wenn auf der anderen Seite der alte Bekannte Ole Alsen wieder einmal besonders motiviert gegen sein Ex-Team war: 13 Punkte und 13 Rebounds waren ein starkes Ergebnis.
58:47 stand es zur Halbzeit, und wieder machten die Itzehoer etwas besser als zuletzt: Sie wollten gleich zu Beginn der zweiten Hälfte den Vorsprung ausbauen, und das gelang eindrucksvoll mit einem 11:3-Lauf zum 69:50. Eigentlich sei die Partie zu diesem Zeitpunkt entschieden gewesen, so Larysz. Das war auch ein Verdienst der Verteidigung. Zwar kam Aschersleben, gestützt auf seine drei guten Guards, zu 88 Punkten, dennoch hatte der Itzehoer Coach eine konzentriertere und ernsthaftere Darbietung seiner Mannschaft gesehen. Die Gastgeber trafen gut, doch ihre Kreise wurden so weit eingeschränkt, dass es nicht gefährlich wurde. Beispiel: Andrej König und Dimi Basylev machten dem Ascherslebener Andrew Jones das Leben sehr schwer. Für seine 25 Punkte musste er hart arbeiten, darunter litt dann auch das Teamspiel der Gastgeber.
König bekam von seinem Trainer noch ein Sonderlob: Nach dem Wechsel aus der 2. in die 1. Regionalliga sei er erst in einem Loch gewesen, und das sei normal. Doch jetzt werde der Flügel immer besser – „da könnte noch was kommen in dieser Saison“, meinte Larysz. Jeder in der guten Mannschaft leistete seinen Beitrag, von Tomas Milinskas unter dem Korb bis zum gut Regie führenden Florian Reiter. Heraus ragte wieder einmal Tyrone Lewis, und das wieder einmal spektakulär: Einen 360-Grad-Dunk, also mit kompletter Körperdrehung in der Luft, sieht man auch nicht alle Tage.
Die Konzentration hoch zu halten, das war entscheidend. Ganz am Ende gelang das nicht vollständig, als die Eagles bei 99 Punkten standen. Erst vergab Robert Daugs von der Freiwurflinie die 100, dann Florian Reiter, dann Dimi Basylev. Nach bester Kneipenmannschaft-Tradition seien für das Verweigern je zwei Bierkisten fällig, sagte Larysz grinsend. So kann die eine Kiste für Johannes Weißbach wohl entfallen, der schließlich mit einem Korbleger die 100 voll machte.
Der Trainer noch einmal ernsthaft: „Wir sind wieder in der Spur.“ Jetzt freue man sich auf das im Kampf um Platz zwei höchst wichtige Heimspiel am kommenden Wochenende: das Derby gegen Stade.
SCI Eagles: Tyrone Lewis (32 Punkte, 1 Dreier, 9 Rebounds), Vilius Sumskis (20, 7 Rebounds, Tomas Milinskas (18, 9 Rebounds, 3 Ballgewinne), Andrej König (11, 1 Dreier), Moritz Peiseler (9, 3 Dreier), Johannes Weißbach (7), Robert Daugs (5, 3 Ballgewinne), Florian Reiter (2, 5 Assists), Thorben Haake, Dimi Basylev.
Eagles 104:88 in Aschersleben
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Krimi-Erfolg für die Damen… 















